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was Lucern den andern katholischen Kantonen mittheilte, ohnedaß es weitere Folgen hatte. 46 )
Wenn wir die feindseligen Gesinnungen des Ambassadorsgegen die Protestanten, die Besorgnisse, die er in dem eben an-geführten Briefe an den König äußert, seine vertraute Verbin-dung mit der Familie Reding, die Zeit, wo er von den Ergeb-nissen der evangelischen Konferenz Kunde erhielt, und das Datumdes Vorschlags von Schwyz zusammenstellen, so drängt sich dieVermuthung auf, der Ambaffador habe den kriegerischen Beschlußin Schwpz befördert. Es wird dieß um so wahrscheinlicher, daer dem König schon um diese Zeit meldete, wie standhaft derOberst Joseph Anton Reding dem Könige treu bleibe, obschonseine eigensinnige Frau, eine Verwandte der Offiziere in savoyi-schen Diensten, Alles anwende, ihren Gemahl auf diese Seite zubringen. Auch meldet der Ambaffador in einem Brief an denKönig vom 21. Hornung 1710, daß der Oberst (Joseph Anton)und der Oberstlieutenant (Wolf Rudolf) Reding bei ihm gewe-sen und erzählt haben, durch welche Mittel sie es dahin gebracht,daß der dreifache Landrath dem Herzog von Savoyen alle Wer-bung abgeschlagen habe, bis er die rückständige Schuld von800,000 Livres bezahlt habe. 4 JAlle Hoffnungen, welche die katholischen Stände und der Abtvon St. Gallen am Ende des Jahres 1709 auf die Hülfe desösterreichischen Hofes setzten, verschwanden se länger je mehr, dader römische Hof, unterstützt von Frankreich, aus Vermehrungder Unruhen in Ungarn wirkte, und andererseits es immer klarerwurde, daß die Umänderung der englischen Politik sich nähere.Dieses machte die Alliirten so besorgt, daß der König von Preußen
'“•) Aus einem Band Handschriften, bezeichnet H, auf der Stadtbibliothekin Zug.
'") Bd. V, S. 606.