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Zweiter Band.
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Der König von Polen sucht Schweizer anzuwerben. 163

^ sten das Kreditiv des Grafen dü Lüc zu Gunsten seines Gesandt-

schaftsekretärs de la Martinière, worin er die Tagsatzung bittet," Allem, was er sagen werde, Glauben beizumessen, als würde

® er es ihnen selbst sagen, und das Rekreditiv vom 29. Winter-

e monat 1710, das folgendermaßen lautet:

" „Weilten Ew. Ere. belieben wollen, den Herren de la Mar-

c „tinière Secrétaire d’ Ambassade allhier zu Uns abzuordnen,

'* „khönnen wir versicheren, daß Allem so selber von Ew. Ere.

* „wegen Uns angebracht, völliger Glauben beygemessen und das„mehrere Ew. Ere. zu übertragen Er auch anersucht worden, wie„denselben wir hiemit rekreditiren und Ew. Ere. gezimend pitten„wollen, unser wahren Dienstbegierde immer mehr beredt zu

b „seyn, als welche demnach Ew. Ere. alle hohe Glückseligkeit an-

* „wünschend verbleiben. Geben und in unser aller Namen u. s. w.

'„Den 29. November 1710.

' Die Abgesandte der löbl. Cathol. Orthen,

' in der Statt Lucern zu tagen versambt."

Da uns auch kein Brief über die Verhandlungen dieser Tag-satzung nähern Bericht giebt, so können wir nur vermuthen, essei gewiß keine Rede davon gewesen, die Parteien auszusöhnen.

Der Graf dü Lüc meldet dem Markis von Torcy den 11. April1711, daß der König August von Polen Schweizer anzuwerben^ suche, und ergreift diesen Anlaß, den Schultheißen Willading

( anzuschuldigen, daß er dieses benutze, um dem Schultheißen

{ Grafenried zu schaden und diese Werbung zu begünstigen. Er

( bricht dann in Klagen aus über den Geldmangel, dem er und

der Markis Berretti ausgesetzt seien, und wie daraus Mißmuthunter den Offizieren entstehe. Ferner sagt er, daß Sonncnberg, (der einen Streit mit dem Schultheißen Schweizer hatte) keine

t Beachtung verdiene; aber seine Familie sei sehr zahlreich und

Bd. IV. S. 306. 307.