Band 
Zweiter Band.
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6c. Majestät davon zu unterrichten, und dann werden sie neuerdings erfahren, wie sehr das Glück und der Ruhm ihrer NationSr. Majestät angelegen sei.

Der Schultheiß Willading, der sich auch wollte hören lassen,habe gesagt: Seine Herren und Obern seien eben so überraschtund ungehalten gewesen über den Durchmarsch von Mercy, undwenn alle Kantone in der nämlichen Stellung und Verfassungwie Bern gewesen wären, so wäre es nicht bei bloßen Klagengeblieben; aber bei der jetzigen Lage der Dinge würde der HerrAmbassador selbst ihnen nicht anrathen, einen Krieg zu beginnen,weil man ihn allen Verbündeten erklären müßte, deren jederdem andern den Ball zuschiebe.

Der Ambassador habe jedoch diesem nicht beigestimmt, undalle andern Abgeordneten haben ihn unterstützt. Endlich habe derSchultheiß vorgeschlagen, das Beispiel von 1691 zu befolgen,wo die Schweizer Truppen aushoben, welche theils von Sr. Ma-jestät dem König, theils von dem verstorbenen Kaiser Leopoldbesoldet wurden. Der Ambassador habe ihm aber begreiflich ge-macht, daß ein solches Mittel für ihre Souveränität entehrendsei, und daß übrigens die Grenzen des Königreichs besser durchdie eigenen Truppen, als durch Milizen, deren Treue und Muthzweifelhaft sei, bewacht werden.

Er habe dann seine Aufforderungen wiederholt, gemeinschaftlichfür die Ehre und das Wohl der Nation zu handeln, indem,wenn sie sich hiezu bewegen lassen, er sie versichern könne, daßeinfache Grenzsteine genügen werden, ihre Grenzen zu schützen.

Der Ambassador sagt ferner dem König: Er gebe nur kurzden Inhalt dessen an, was er den Deputirten in mehr als zweiStunden gesagt habe; aber er könne bezeugen, daß Alle vonseinen Vorstellungen durchdrungen ihn verlassen haben, so daßjetzt von nichts Anderm gesprochen werde, als von der Dank-barkeit für die Gnade des Königs und von dem Wunsche, die