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Zweiter Band.
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Bericht über die Abordnung der 8 alten Orte a» den Ambaffador. 177

von Narrheit, die ihn außer Stand setzen, sich seinem Charaktergemäß zu betragen.

In dem nämlichen Schreiben meldet er dann dem König, daßer gestern einen Besuch von den Abgeordneten der acht altenOrte erhalten habe, mit dem Bürgermeister von Zürich an derSpitze, dessen Rede er dem König beilege. Er habe darauferwiedert:

Es könne keine Rede mehr sein von dem Neutralitätstraktatvon 1702, seitdem ihn die Eidgenossen selbst dadurch gebrochenhaben, daß sie wegen der Verletzung ihres Bodens durch denGeneral Mercy sich keine Genugthuung haben geben lassen. Er-hübe ihnen ihr Betragen in dieser ganzen Sache vorgehalten,und damit geschloffen, daß es die Vorsicht Sr. Majestät nichtmehr gestatte, sich auf das Wort einer Nation zu verlassen, dieheutzutage öffentlich Untreue und Schwäche zur Schau trage.

Die Gnade des Königs für die Schweizer sei bewunderns-würdig, denn aus seinen Befehl habe der Ambaffador ihnen denunglücklichen Zustand, in welchem.sie sich befinden, vorgestellt,und die nahe Gefahr, in der sie stehen, ihre Freiheit zu ver-lieren, nachdem sie die Achtung anderer Nationen schon verlorenhaben; ferner, daß sie sich nur retten können, wenn sie die alteEintracht wieder herstellen, mit guten Treuen ihre besondernInteressen bei Seite setzen und nur an das öffentliche Wobldenken. Dann erst werden sie ihren Vätern gleich handeln, denDurchzug von Mercy nicht mehr als eine einfache Beleidigungbetrachten, sondern sie werden einstimmig jede kriegende Macht,die ihren Boden verletze, als ihren Feind betrachten, und sichmit der andern vereinigen, uni sich eine glänzende Genugthuungzu verschaffen.

Er müsse die Eidgenossen darauf aufmerksam machen, daß esnicht so leicht sein werde, ihn zu täuschen; aber wenn er beiihnen eine gute Stimmung finde, so werde er die Ehre haben,

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