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Zweiter Band.
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Bern glaubt, Österreich habe seine Hand im Spiel. 201

wieder an den Abt angeschlossen haben. Die Zürcher und Ber-ner seien darüber so erschrocken, daß sie ihre Milizen aufgebotenhaben, um einen Unglücklichen (den Abt) zu zwingen, sich wiedermit ihnen zu verbinden. Er wisse noch nicht, welche Schritte derAbgeordnete des Abtes thun, oder wozu die katholischen Kantonesich entschließen werden, wenn Zürich und Bern es zu Thätlich-keiten kommen ließen; aber er habe es für Pflicht erachtet, un-gesäumt unter dem üblichen Zeremoniell bei der Sitzung zu er-scheinen, um im Sinne des Königs zu den Eidgenossen zu spre-chen; er wünsche, daß der König mit dieser Rede zufrieden sei.Wir theilen diese Rede dem Leser mit. Es wird immer klarer,daß der Ambassador aufs Eigenmächtigste, vielleicht auch imEinverständnisse mit dem Minister Torcy, dem Willen des Kö-nigs zuwider handelte. 98 )

Schon den 11. April schrieben die Gesandten von Bern anihre Obrigkeit, daß sie in der Nacht die beiliegenden Berichtevon Zürich erhalten haben (die uns unbekannt sind), die sie ebenso schnell ihnen mittheilen, damit man die nöthigen Maßregelntreffen könne. Sie müssen zugleich anzeigen, daß verschiedenePersonen sich geäußert haben, es werde noch vor der gewöhn-lichen eine außerordentliche Tagsatzung stattfinden; das Nämlichehabe gestern der Graf Trautmannödorff dem ihn besuchendenHerrn Thormann, bernischen Landvogt in Baden, gesagt, woraussie schließen, daß das, was jetzt im Toggenburg vorgehe, wennes nicht von den katholischen Orten angeordnet sei, doch mitihrer Genehmigung geschehe. — Auch die Berner Gesandten ver-reisten dann von Baden, Frisching nach Bern, Willading aufdas Begehren der Zürcher nach Zürich. ")

”) Bd. VII. «. 192 und Beilage Nro. XXVI.") Bd. VI». S. 233.