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Zweiter Band.
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Buch 11. Kapitel ».

sucht, daß Zürich und Bern die Ruhe der Schweiz durchausnicht stören, sondern sie vielmehr dadurch befestigen wollen, daßsie den Abt von St. Gallen zwingen, seinen toggenburgischenUnterthanen ihr Recht angedeihen zu lassen.

Nach gepflogener Berathung haben die Solothurner durch Ab-geordnete den bernischen Gesandten wissen lassen, daß das Be-nehmen der zwei Kantone nicht bundesgemäß und vielmehr zubefürchten sei, ihre gute Absicht werde nicht den Erfolg, den siesich versprechen, haben; ebenso habe der Kanton Bern auchDeputirte nach Lucern und Freiburg geschickt. Er zweifle aber,daß der erste der katholischen Kantone so viel Mäßigung wieder von Solothurn beobachten werde.

Den Oberst Reding habe er schnell nach Schwpz reisen lassenund ihm empfohlen, die Wuth der Bauern seines Kantons zumäßigen, damit man nicht zu weit gehe, bevor man die Gesin-nungen des Wienerhofs durch den Abt von St. Gallen erfahre.

Der Gras Trautmannsdorff habe durch ein Schreiben denKanton Zürich daran erinnert, daß der Abt Fürst des deutschenheiligen Reiches und Verbündeter des Erzherzogs sei. Er wissenoch nicht, was Zürich darauf geantwortet habe.

Schon den 12. April hatte Schwyz den Lucernern berichtet,daß 5000 Zürcher gegen das Toggenburg ausziehen; deßwegenhaben sie auf alle Posten Befehlshaber geschickt und ihnen dienöthigen Weisungen gegeben. Lucern soll ihnen nun mit Kornund Hülfe beispringen. Den 13. schreibt Schwpz schon wieder,daß er weitere Nachrichten von Zürichs kriegerischen Bewegun-gen erhalten habe, und daß Nabholz mit 5 Offizieren in Lich-tensteig eingetroffen sei. Darauf haben sie sich „nach Anrufung„des Beistandes Gottes in seinem Allerheiligsten, und dessen wür-„diger Mutter, auch des ganzen himmlischen Heeres Namen, ent-

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