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Zweiter Band.
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Berichte des Ambassad orü-an seinen Hos 210

verreist, wo er einen Bruder, den Markis Beretri, und dieEinflußreichsten der Stadt sehen werde, um sich dann dahin zubegeben, wo seine Gegenwart dem Grafen am nöthigsten scheine.

Der Rath von Solothurn sehe ein, daß er, ungeachtet seinerSchanzen und Kanonen, noch lange nicht im Stande sei, dieStadt zu vertheidigen. Er besitze keinen einzigen Mann, derfähig wäre, eine Kanone zu richten, und ebensowenig Jemanden,der eine Idee vom Geniewesen habe. Der Rath bitte ehrerbie-tigst, daß Se. Majestät geruhen möchte, zu befehlen, daß ihmim Fall der Noth aus dem Elsaß ein Ingenieur, zwei oderdrei Kanoniere und eben so viel Minirer zugeschickt würden.Er habe darauf Solothurn Hoffnung gemacht, daß der Königimmer gerne zu Allem helfen werde, was sie sicher stellen könne.Es sei unstreitig für den König wichtig, daß Solothurn nichtin die Hände der Protestanten falle; er bitte also, ihm anzu-zeigen, an wen er sich zu wenden habe. Den 27. Aprilschrieb er wieder dem König, daß er, in Gemäßheit seiner Be-fehle, dem Intendanten des Elsaßes geschrieben habe, er könnenun den Baselern und dem Malteser-Orden ihre Zehnten ver-abfolgen lassen. Die militärischen Bewegungen dauern in allenKantonen fort; Bern habe beinahe 30,000 Mann auf den Bei-nen, was ihn gezwungen habe, die Herren Grafen dü Bourgund von Grammont aufmerksam zu machen, damit die an dieSchweiz grenzenden Provinzen gesichert bleiben.

Der Schultheiß Willading sei den Holländern so ergeben, daßer gar wohl mit ihnen eine Unternehmung gegen die Freigraf-schaft Burgund könnte verabredet haben; allein man könne nichtserfahren, weil er so sehr Meister über seine Geheimnisse sei,daß Alles nur von drei oder vier seiner Vertrauten beschlossen werde.

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