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Zweiter Band.
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Buch 11. Kapitel ».

Man murre wohl in Bern darüber, aber der Schultheiß gehedennoch seinen Gang fort.

Der Kanton Basel, als neutraler Stand, habe auf den 2. Maieine Tagsatzung nach Baden berufen. Die Katholiken werdennur unter der Bedingung Hand dazu bieten, daß Zürich undBern anfangen, zu entwaffnen. Vielleicht, daß vor dieser Zeitein Treffen vorfalle, welches dem Geschäft eine andere Wendunggeben könnte. Er fürchte selbst, es könnte zum Nachtheil derKatholiken ausfallen, weil sie die Begeisterung ihres Volkes nichtzu benutzen gewußt haben; denn diese werde sich wegen desMangels an Lebensmitteln, woran diese Kantone leiden, aller-dings vermindert haben.

Man behaupte, daß die Regimenter, welche zu Freiburg undRheinfelden in Garnison liegen, Befehl erhalten haben, zu Gun-sten des Abtes von St. Gallen aufzubrechen. Er vermuthe, die-ses Gerücht sei durch den Grasen von Trautmannsdorff ausge-streut; denn da diese Regimenter Reichstruppen seien, so könnenur das Reich, dessen Stände jetzt nicht versammelt seien, übersie verfügen. Die Befehle des Königs und die Umstände wer-den ihn bestimmen, ob er der Tagsatzung beiwohnen werde odernicht.

Wie viel Achtung der Graf vor seinen guten Freunden hatte,zeigt er in einem Brief vom nämlichen Tage an den Markisvon Torcy, worin er sagt, er erwarte alle Augenblicke Briefevon Lucern, wohin er eine Ladung Champagnerwein an Se. Ex-zellenz Beretti geschickt habe, damit er seine guten Freunde, dieKatholiken, bewirthen könne, die, um die Wahrheit zu gestehen,im Allgemeinen große Dummköpfe seien. ' ,6 ) Sie haben den

” 0 A. a. O. S. 228.

Qui, à ne vous pas mentir, Monsieur, sont en général d’assésgrands animaux.