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Buch 11. K a pit cl II.
gemein habe. Seinerseits habe Zürich sich des Thurgaus, einerLandvogtei, die den 7 alten Kantonen gehöre, bemächtigt, wäh-rend diesem Stande doch nur der siebente Theil zukomme. Erhabe den Landvogt und seine Unterbeamten entfernt und sich vondem Volk, das meistens protestantisch sei, schwören lassen, wo-durch er seine Macht um 12,000 waffenfähige Männer vermehrthabe. Das Toggenburg, welches ganz dem Abte von St. Gallenentrissen sei, könne andere 6000 Mann liefern, ohne die Punkte,welche den Eintritt in das Land decken, zu entblößen, so daßdie Macht dieser beiden Kantone beinahe um 20,000 Mann aufUnkosten der Katholiken verstärkt worden sei. Sie haben nochdie Absicht, das Rheinthal und die Grafschaft Baden, welchesauch gemeinsame Herrschaften seien, zu besetzen. Wenn sie damitfertig sein werden, so lassen sie die demokratischen Stände inihren Höhlen (tanières) ruhig und beschränken sich darauf, Lu-cern, Freiburg und Solothurn anzugreifen. Diese letztere Stadtwäre ihnen besonders bequem, weil sie ihnen die Kommunikationmit dem Elsaß und der Grafschaft Burgund verschließt. Frei-burg würde von selbst fallen und Lucern würde ohne andersseine Landschaft verlieren und gezwungen werden, sich zu unter-werfen, so wie auch die demokratischen Kantone in ihren weniggangbaren Bergen.
Basel habe im Einverständnisse mit Zürich und Bern dieseTagsatzung vorgeschlagen, in derHoffnung, Dasjenige, was manauf alle Weise erzwingen wolle, durch einen gütlichen Vergleichzu erhalten. Die katholischen Kantone, die ohne fremde Hülfesich zu schwach fühlen, schicken ihre Gesandten nur, um Zeit zugewinnen, in der Hoffnung, wenn der Friede, den man in Utrechtunterhandle, glücklich und bald abgeschlossen würde, so könnte sieder König durch sein Ansehen und seine Macht (àrllorirè) ausder Sklaverei erretten, von welcher sie bedroht sind. Dabeiglauben sie, es könnte, insofern die Unterhandlungen mit dem