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Buch >>. Kapitel II.
Mellingen von Truppen geräumt seien. Landammann Zwickivon Glarus, Deputat Burkhardt von Basel und SeckelmeisterGlutz von Solothurn langten noch den nämlichen Abend spätin Zurzach an und begehrten im Namen aller jener Ständeeine Audienz auf den folgenden Tag (3. Mai), bei welcher sieihre Bitte eröffneten, daß die Gesandten nach Baden kommenmöchten, da die katholischen Kantone instruirt seien, an keinenandern Ort zu gehen. Es wurde ihnen erwiedert, daß siesich, wenn man die Besatzung zurückziehe, endlich entschließenwürden, nach Baden zu gehen, ungeachtet der frechen und aus-gelassenen Aeußerungen der dortigen Bürger. Nach der Ab-reise dieser Herren erschien Nachmittags Herr de laM artiniere,erster Sekretär der französischen Gesandtschaft, mit einem Kre-ditiv des Botschafters und erkundigte sich, warum sie nicht nachBaden gekommen seien. Nachdem man ihm gesagt hatte, daßder einzige Grund darin bestehe, daß die katholischen OrteBaden militärisch besetzt halten, erwiederte Herr de la Mar-tiniere: „ Man könne den katholischen Orten es nicht zumuthen,sich bloßzugeben, besonders seitdem Zürich den Thurgau und zumTheil die gemeinen Landvogteien besetzt habe, Bern aber mitgroßer Macht vor Mellingen stehe. Er wolle ihnen nicht verhalten,daß die katholischen Kantone überzeugt seien, man wolle siegänzlich unterdrücken, und daß sie deßwegen fremde Hülfe suchen.Er könne als gewiß sagen, daß ihre Unterhandlungen mit demwiener und savopischen Hose weit vorgerückt seien, was dieGefahr des Untergangs der ganzen Eidgenossenschaft herbei-führen könnte. Er ersuche also im Namen des Herrn Ambas-sadors die Herren Gesandten beider Stände, die Sache wohlzu bedenken und gemeinschaftlich mit Zhro Exzellenz daran zuarbeiten, daß kein Friedensbruch stattfinde und daß die Gewalt-thätigkeiten, welche gemäß erhaltener Berichte im Toggenburg