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Buch II. Kapitel II.
ses seinem Hofe zu melden, da Frankreich jetzt wirklich Trup-pen in Savoyen habe, mit beigefügtem Rathe, man solle nurhandeln, glücklich oder unglücklich, Jhro Majestät werde dengerechten und unterdrückten Theil nicht stecken lassen, sondernhelfen, ihn zu retten.
Die vermittelnden Orte haben darauf angetragen, daß dieTagsatzung sich in Bern versammle, und indessen ein Waffen-stillstand von 4 Monaten, die Räumung von Baden und Zu-rückstellung des Thurgaues bewerkstelligt werde.
Die katholischen Orte aber seien darauf beharrt, daß dieVermittler Zürich und Bern vermögen, sich einem gütlichenoder rechtlichen Spruche zu unterziehen, wozu aber Schwyznicht einwillige, bis vorerst die Klöster wieder in ihren vorigenStand gestellt wären. Die übrigen Stände bitten den Kaiser,den Abt von St. Gallen zu unterstützen, damit er sein Lehenbehalten könne. Unterwalden nid dem Wald wolle aber durch-aus nicht, daß man Hülfe vom Kaiser begehre. ,33 )
Diese katholische Tagsatzung hatte auch beschlossen, aufs Neueden Herzog von Savoyen um Hülfe zu bitten und den Briesdem Grafen von Goron ' 3 H beizuschließen; da dieser aber ver-gessen worden war, so schickte der Schultheiß Schnorff von Ba-den den 13. Mai zwei Entwürfe, welche der LandammannSchmid noch gebilligt hatte, nach Lucern, damit dort die Aus-fertigung besorgt werde. ,35 }
Zu Vervollständigung der Geschichte dieser Tagsatzung und
Bd. XI. S. 1; Bd. IV. S. 308.
"*) Bd. X. S. 18 wird er Graf von Genore genannt, aber in dem Briefvon Schnorff Goron; es soll aber heißen Gorone »ach Erkundigungen,welche Herr von Gingins von Lasarraz die Güte hatte, in Turin z»begehren.
Bd. X. S. 16.