Katholischer Abschied.
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tionen einzuholen. Bei dieser Bewandtniß der Sachen wäre esschwer, den interessirten Kantonen eine Entwaffnung anzurathen,da die von Zürich und Bern allezeit den Vortheil hätten,indem sie beim ersten Glockenschlag ihr Volk und die Kriegs-bedürfnisse schnell beisammen hätten, und die ihnen nächstgele-genen Orte, wie Baden und andere, besetzen könnten. Miteinem Wort, sie wollen das Toggenburger Geschäft mit denWaffen in der Hand behandeln, damit sie, wenn ein Spruchdarüber ihnen nicht anständig wäre, dieselben gebrauchen könn-ten. Es sei Jhro Erzellenz leid, daß die Sache aus dieserSpitze stehe und kein anderes Mittel vorhanden sei, als daßdie löblichen interessirten Orte ihr Glück versuchen müssen, wo-bei Jhro Erzellenz sie nur versichern könne, daß Se. Majestätden unterdrückten Theil nicht werde stecken lassen, bis dahinaber mit ihren Völkern und ihrer Hülfe gewiß keinen Fuß indie Eidgenossenschaft setzen werde; wenn ihre Truppen aber eineBewegung an den Grenzen machen müssen, so wolle er nichtverhalten, daß dabei das Bedenken obwalte, die Kaiserlichenoder die Alliirten möchten darüber unruhig werden. Daherwünsche er, bestimmt zu wissen, was die löblichen interessirtenkatholischen Orte dießfalls für das Zweckmäßigste halten; darüberverlange er eine baldige Antwort, damit er sie Sr. Majestätund ihren Generalen mittheilen könne.
Auf dieses hin haben die versammelten Orte den Ambassadorgebeten, ihr Interesse Jhro Majestät bestens zu empfehlen undihnen Hülfe zu verschaffen, auch, wie früher, Meldung gethanvon den rückständigen Pensionen, von den im mailändischenKapitulat ihnen versprochenen 2000 Mann Fußvolk, 500 Rei-tern und 30,000 Kronen Subsidien. Es würde ihnen, habensie beigefügt, das Beste scheinen, wenn Se. Majestät aus Bur-gund und Savoyen Truppen an die Berner Grenze vorrückenließe. Der Ambassador habe eö um so eher übernommen, vie-