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Zweiter Band.
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Buch 11. Kapitel ».

knüpfen. Er erwarte aber keinen Erfolg, weil die Deputirtenvon Zürich und Bern sich gar nichts daraus machen, zu lügenund zu versprechen, um nichts zu halten; aber er habe ge-glaubt, es sei wichtig, daß die Jnteressirtcn, ehe die Tagsatzungauseinander gehe, wissen, daß sie von keiner Unterhandlungetwas zu hoffen haben, wenn sie nicht das Gesetz annehmen,das man ihnen vorschreiben will.

Er habe dann auch die Zntereffirten gesehen und sie zu er-muthigen gesucht, in der Hoffnung, wenn sie während der Zeit,wo man zu unterhandeln scheine, eine gute Unternehmung mitglücklichem Erfolge machen könnten, so werde die Sache beige-legt werden können, da das Volk von Zürich und Bern durch-aus nicht Krieg wolle und die Waffen nur ergriffen habe, weildie Prediger ihm sagen, es werde kein Blut vergossen werden.

Er zweifle, daß die Kaiserlichen die Absicht haben, den Abtvon St. Gallen zu unterstützen, oder daß sie'es thun können,ohne den Niederrhein zu entblößen. Geschähe es aber, sowürde der König einen doppelten Vortheil daraus ziehen, weildie königliche Armee dann an Zahl überlegen wäre, und dieProtestanten, wenn einmal die Kaiserlichen in die Schweiz ein-gerückt wären, unfehlbar bei dem Könige Hülfe suchen würden.Dieß aber würde dem König größere Leichtigkeit geben, denFrieden in der Schweiz herzustellen; denn man müsse nichtglauben, daß zehntausend Deutsche im Stande seien, sie einzu-nehmen, und noch viel weniger, sich dort festzustellen, wennder König sich in die Sache mische. Am meisten wäre zu be-sorgen, daß die Feinde des Königs, wenn sie sähen, daß dieSchweizer in ihrem Innern beschäftigt wären, einen neuenDurchzug zu einem Einfalle in das Elsaß und in die Freigraf-schast Burgund wagen würden. Hierüber müsse man sorgfältigwachen, und der Ambassador werde es den Generalen em-pfehlen.