Band 
Zweiter Band.
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Briefwechsel des Grafen dti Luc.

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Von allen Katholiken scheinen ihm die Walliser die Beson-nensten zu sein und mit dem festesten Entschlüsse zu handeln.Sie haben den Kantonen 1000 Mann Hülfstruppen gesandtund halten andere 6000 zum Auszuge bereit. Der Statthalter(Vice-Ballivus) Courte», ihr Abgeordneter nach Solothurn, habedem Botschafter gesagt, sie kennen allerdings den Vertrag derBerner mit dem Herzoge Don Savopen wegen Eroberung ihresLandes, sie seien aber zu einer tapfern Vertheidigung be-reit und entschlossen, alle ihre Kräfte zur Vertheidigung derkatholischen Religion in der Schweiz anzuwenden; sie haben da-her alle ihre Pässe in guten Vertheidigungsstand gesetzt. Siewünschten, daß der König ihnen einen Ingenieur, zwei Mörser,und 300—400 Bomben schickte, die sie sehr nöthig haben; die Ko-sten könnten dann an der ihnen schuldigen Pension abgezogenwerden. Er versichert dabei den König, daß diese Republikeine besondere Beachtung verdiene.

Zürich und Bern haben den Herrn Meier nach Bünden ge-schickt, um von dort Hülfe zu begehren. Die bündnerischenProtestanten seien auch geneigt, sie zu bewilligen, aber manversichere ihn, daß die Katholiken bereit seien, die Waffen zuergreifen.

Ferner berichtet der Ambassador, daß man den Vorschlag ge-macht habe, die Tagsatzung nach Bern zu verlegen. Er glaubeaber nicht, daß Zürich einwilligen werde, und es scheine ihmganz sicher, daß der Schultheiß Willading es zu verhinderntrachten werde; denn wenn es geschähe, so würde die Wahrheitbekannt, und die Gutgesinnten in Bern würden nicht ermangeln,bei diesem Anlasse Willading bereuen zu machen, daß er die

,3< 0 Wir kennen keinen solchen Bund. Im Gegentheil war Bern zu dieserZeit in Sorge, daß Savooen könnte einen Einfall in seine Lande ma-chen. Tillier V. 58.

Zellw. Gcsch. I. 2. Isi