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Zweiter Band.
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Ankunft einiger Gesandten in Ölten. 255

baden, sich die gemeinen Herrschaften zuzueignen. Er bitte,daß sie nach reifer Überlegung sich bei Kleinigkeiten nicht aus-halten und ihm des folgenden Tages eine Antwort geben; übri-gens bedaure er sehr, daß die Gesandten der protestantischenuninteressirten Orte sich in Aarburg aufhalten und sich nichtin Ölten mit denen von Freiburg und Solothurn vereinigen.

Den 24. nach gehaltener Berathung trug man den Gesandtenvon freiburg und Solothurn auf, nach Aarburg zu gehen, unddie protestantischen unparteiischen Gesandten einzuladen, auchnach Ölten zu kommen, vorzüglich mit Rücksicht auf den fran-zösischen Ambassador, der schon in Baden die Vermittlungs-unterhandlungen begonnen habe und sie fortsetzen müsse. Auchsollen sie sehen, ob die Gesandten von Zürich und Bern ange-langt seien.

Dem französischen Ambassador wurde für seine guten Gesin-nungen gedankt und ihm erklärt, daß sie mit solchen Voll-mackten versehen seien, daß er mit ihnen, wenn es zu Unter-handlungen kommen sollte, zufrieden sein werde; man müsseaber allervorderst wissen, worin die Forderungen von Züri.chund Bern bestehen.

Von Aarburg brachten die Gesandten die Nachricht, daß dieZürcher und Berner noch nicht angekommen seien; die uninter-essirten Orte wollen sie erwarten und vorläufig mit ihnensprechen, ehe sie nach Ölten kommen.

Die Gesandten von Lucern berichten ferner ihrer Obrigkeit,daß der Graf dü Lüc nicht für gut finde, daß man alsobaldeinen Waffenstillstand begehre, sondern man solle trachten, zu-erst wegen des Toggenburger Geschäfts einig zu werden; dasÜbrige werde dann leicht zu beseitigen sein.

Bd. X. S. 21 .