Band 
Zweiter Band.
Seite
259
JPEG-Download
 

Schreiben des Ambassadors a» den König.

25»

th

so

tn

>ie

r-

en

>e-

a-

er

:m

eß

>es

ter

:r-

en

es

;e-

:rn

öer

die

so

be-

>rff

ren

bei

mg

md

sie

So

îid-

sei es dem Abte von St. Gallen ergangen, dem die ZürcherWyl weggenommen haben, wo sie viele Unschicklichkeiten undEntweihungen in den Kirchen begangen haben sollen.

Die Niedergeschlagenheit und Furcht der Katholiken werdenihn entschuldigen, daß er den uninteressirten Gesandten beiderReligionen die oben angeführte Note übergeben habe. Den 30.gab er dann dem Könige Nachricht von dem Treffen bei Brem-garten vom 26., in welchem die Berner nach seiner Angabe1000 bis 1200 Mann, die Lucerner höchstens 26 verloren ha-ben. Allein weit entfernt, durch dieses Treffen ermuthigt zusein, haben die Katholiken allen Muth verloren, und bitten ihn,den Frieden zu machen, als ob derselbe nur vom König ab-hinge. Sie seien mit ihm einig geworden, daß er den Herrnde la Martiniere nach Bern schicke, um öffentlich zu sagen,was er dem König in Schrift beilege; im Geheimen aber soll ertrachten, die wahren Gesinnungen von Bern zu entdecken unddie französische Partei zu verstärken, damit sie sich gegen diesenungerechten Krieg auflehne. ,5S ) Den 1. Brachmonat 1712beantwortete der Graf ein Schreiben des Königs vom 26. Mai.Er meldet die Ankunft der Abgeordneten von Zug, und daß erhoffe, der Gesandte von Schwyz werde wohl auch noch kom-men, indem dort alle Vernünftigen seinem Rath zu folgenwünschen; aber bis setzt habe der Pöbel noch die Oberhand.Nun sei bald die ganze Schweiz hier versammelt; aber er be-sorge, Zürich und Bern werden durch die Forderung, daß dieAbgeordneten des Abtes von St. Gallen, welcher der Haupt-interessirte sei, auch gegenwärtig sein müssen, neue Hindernisseerregen. Diese Forderung sei aber etwas durchaus Unmögliches,da der Abt in Deutschland und seine Staaten in der Schweizvom Feinde besetzt seien; man sage sogar, seine Offiziere, mei-

>'°) Bd. V». S. 263. 271.