Buch II. Kapitel 11.
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stens Protestanten, haben seine katholischen Beamten gemordet,und sie hätten die Abtei angezündet, wenn sie nicht besorgthätten, die Stadt würde mit verbrennen.
Er werde sich alle Mühe geben, die Katholiken zu vereinigen;denn ohne dieß wären sie verloren. Entweder würden sie vonden beiden Kantonen erobert, oder sie würden sich durch einenihnen erträglich scheinenden Traktat dem Erzherzog (dem Kaiser)ergeben. So denken Lucern und die demokratischen Stände,und schon wären die Unterhandlungen begonnen worden, wenner sie nicht versichert hätte, insofern Zürich und Bern sich nichtzu einem billigen Vertrage herbeilassen, so werde der König siekräftig unterstützen. Endlich wünscht der Graf noch, daß derKönig Truppen gegen Basel marschiren lasse und einen fran-zösischen Ingenieur nach Solothurn schicke, und giebt Berichtvon dem oben angeführten Briefe des Nuntius. ,59 )
Besser und zuverlässiger, als aus den Briefen des Grasendü Lüc, sehen wir die Stimmung, die in Bern herrschte, auofolgender Instruktion, welche man den Gesandten ertheilte, diein Langenthal sich mit den zürchcrischen verständigen sollten, umdann gemeinsam den Frieden zu unterhandeln.
Allcrvorderst zeigte sich einige .Empfindlichkeit, daß Zürich,ohne Bern darüber zu befragen, eingewilligt habe, die Kon-ferenz in Aarburg und Ölten zu besuchen, mit Auslassung derBedingung, daß alle katholischen Kantone dabei erscheinen. So-dann war die Meinung Berns, daß man keinen Waffenstill-stand bewillige, bis der Friede geschlossen sei.
Wegen des Toggenburger Streites scheint Bern keinen be-stimmten Vorschlag machen, sondern vorerst nur Berathungenanbahnen zu wollen, wie die Sache zu behandeln sei; hingegen
>") Bd. VII. S. 282. Der Leser wird leicht selbst die vielen Unwahrheitenbemerken, die in diesem Briefe enthalten sind.