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Zweiter Band.
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Buch II. Kapitel II.

Man sei geneigt, der Abt st. gallischen Gesandtschaft Paß undRepaß zu ertheilen.

Wenn alle katholischen Orte Aarau als Mallstatt vorschlagenwollen, so werde man auch mit fernerm Bescheid begegnen.

Alle diese Punkte wurden von den katholischen Orten ange-nommen, ausgenommen derjenige wegen der Kriegskosten, unddie katholischen Orte ließen merken, daß es große Bestürzungund Verdruß verursachen würde, wenn wegen Vergütung derKriegskosten etwas an die katholischen Orte gebracht würde.Dennoch bestunden die Städte darauf, und eben so des folgen-den Tages, als die katholischen Vermittler wieder den Vorschlageines Waffenstillstandes brachten.

Sonntags den 5. Brachmonat erschien in Aarburg HerrBaron'") und bat die Gesandten der Städte, daß sie nachÖlten, oder an einen Ort zwischen Aarburg und Ölten, kom-men möchten, um sich mit dem französischen Ambassador zu be-sprechen, wozu diese sich alsobald geneigt erklärten. Nachmittagsum 3 Uhr begaben sie sich nach Ölten, wo der Ambassador,wie gewohnt, damit begann, die guten Gesinnungen des Königsanzupreisen, und wie gut es wäre, wenn man einen Drittmannhätte, der bei beiden Parteien nur zum Frieden reden würde.Dazu anerbot er sich selbst als Freund beider Theile. Mansolle doch nicht denken, daß die löblichen katholischen Orte dieSklaven der zwei Städte werden wollen; auch würde dieß denStädten weit mehr Gefahr als Nutzen bringen. Wenn sie denFrieden wollen, so müsse man einander seine Gründe selbst mit-theilen und deßwegen eine sichere Mallstatt haben, wo mankönne zusammen kommen. Aaräu scheine ein schicklicher Platz;

Johann Franz Joseph, königlich französischer Dollmetsch bei der fran-zösischen Gesandtschaft in der Schweiz und zugleich Mitglied des großenRathes der Stadt Solothurn.