Beschluß nach Aarau zu ziehen. 267
aber wie verlaute, wollen sie nicht dahin gehen, man sei dennvorher einig wegen der Kriegskosten. Sie sollen sich darüberbedenken; wenn sie aber daraus beharren, so werde er sich andie respektiven Obrigkeiten wenden und auch seinem Königeschreiben, wie ihm die Sachen vorkommen.
Nachdem man hierauf dem Herrn Ambassador für seine gutenGesinnungen gedankt hatte, wurde geantwortet, man finde auchselbst gut, daß man an einem Orte bei einander wäre, wozuAarau ihnen genehm sei; sie haben sich nie geweigert, dahin zugehen, und glauben auch, es seien noch genug Gründe vorhanden,die eine Vereinigung der Parteien hoffen lassen. Was man we-gen der Kriegskosten gesagt, habe niemals den Sinn gehabt,daß man es als conditio sine quo non, nach Aarau zu gehen,vorgeschlagen habe, sondern man habe es nur als Gegensatzdem begehrten Waffenstillstände entgegengestellt; indessen seienbeide Stände nicht gesinnt, etwas Unbilliges zu begehren, son-dern sie wünschen nur, das Toggenburger Geschäft und dieSachen ins Reine zu bringen, welche bis jetzt Anlaß zu Streitund Uneinigkeit gegeben haben. Indessen werde man wohl auchanerkennen, daß der Sieger sich niemals mit leeren Händenabspeisen lasse.
Aus dieses hin wurde einstimmig beschlossen, den folgendenDienstag nach Aarau zu ziehen. 16S )
Den 22. Mai hatte sich der in Lachen versammelte katholischeKriegsrath nach Zug begeben. Von seinen Verrichtungen machtnun der Rath von Lucern seinen Gesandten in Ölten den4. Brachmonat die traurige Schilderung, daß nach dem Rap-port des von dort zurückgekehrten Herrn Jost Amrhyn die Lu-cerner durchaus auf keine Hülfe von den andern katholischenOrten zählen können, weil nur Verwirrung unter ihnen herrsche.
*“) Bd. IV. S. 313-318.