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Buch 11. Kapitel II.
Sucera sehe sich daher genöthigt, sich selbst zu helfen und denGesandten dringend zu empfehlen, den Frieden zu befördern.
Den 6. Brachmonat erließ die Obrigkeit von Sucera wiederzwei Schreiben an ihre Gesandten in Aarau. In dem einenbezeugen sie ihre Freude, daß doch Vorbereitungen gemachtworden seien, die Unterhandlungen nun zu beginnen. Siedringen sehr auf baldige Abschließung des Friedens, selbst aufeinen Separatfrieden mit Bern, falls Zürich Schwierigkeitenmachen würde, und scheinen zu glauben, daß die Absichten vonZürich und Bern hauptsächlich dahin gehen, Sucera und Zuganzugreifen. Daher haben sie Schwyz ernstlich gemahnt, esdoch auch mit den andern Orten zu halten; aber sie sehen kei-nen Erfolg vor und müssen je länger je mehr für sich sorgen.Auf die Frage der Gesandten, wen sie in den Frieden ein-schließen sollen, wird erwiedert, es fei nöthig, alle ihre Ver-bündeten, namentlich aber und besonders die Walliser, einzu-schließen. In dem zweiten Schreiben, wodurch ein Brief derGesandten vom 4. beantwortet wird, bezeugen sie ihr Bedauernüber die Verzögerung der Unterhandlungen; besonders tadelnsie aber, daß die Katholiken selbst die Schuld seien, weil sieneue VerhaltungSbefehle einholen wollen. Es wird wiederholt,daß die größte Noth erfordere, daß der Krieg beendigt werde,und daß man sie und ihre Stadt, die am meisten bedroht seien,zu sichern suche. Die Unordnung, die im Kanton Schwyzherrsche, sei nicht zu beschreiben, und auch die Truppen aufdem Baarerboden haben sich vermindert, so daß sie nicht imStande seien, einem größern Andränge Widerstand zu leisten.Gestern haben sich die Gesandten der katholischen Orte in Buo-nas versammelt, weil man wegen des rasenden Pöbels es nichthabe wagen dürfen, sich in Zug zu versammeln. Dort habendie katholischen Gesandten Alles reiflich erwogen und einstim-mig übernommen, bei ihren Obrigkeiten darauf anzutragen,