Buch II. «apitel II.
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Orte und die Stellung des Abtes von St. Gallen, der dieFeindschaft der Kantone zu steigern suchte und den Vermittlerzwischen dem Wicncrbofe und den katholischen Kantonen machte,damit diese als Preis der Hülfe in die Abtretung der zürche-rischen Landvogtci Kpburg und des Landgerichts im Thurgauwilligen.
Um nun das Gemälve dieser Verwirrungen zu vervollstän-digen, ist noch anzuführen, wie sie der Graf dü Lüc dem Kö-nige geschildert hat.
Den 10? Brachmonat schrieb er, daß Zürich und Bern ab-geschlagen haben, zu erklären, worin ihre Begehren bestehen,und sich nur auf die Äußerung beschränken, da Gott ihre Waffengesegnet habe, so wollen sie es benutzen und den Ersatz derKriegskosten begehren, damit sie dann einen beständigen unddauerhaften Frieden schließen können. Die unparteiischen De-putirtcn haben dieses den katholischen mitgetheilt, worauf dieseihnen das Verfahren ihrer Gegner entwickelt und gezeigt haben,daß sich dieselben gegen alle Gesetze und Traktate in das Tog-gcnburger Geschäft eingemischt haben, obschon sie sich feierlichverpflichtet hatten, sich nie in die Streitigkeiten zu mischen, die .sich zwischen dem Abt und seinen Unterthanen erheben konnten.
Allerdings hätten die Katholiken sich von Anfang an darüberbeklagen sollen; sie haben es aber nicht gethan, weil sie dieRuhe der Schweiz nicht stören wollten, was deutlich beweise,daß sie einen Krieg zu verhüten suchten.
Als in der letzten Zeit zwei oder drei unbedeutende Gemein-den , welche nicht den hundertsten Theil des ToggenburgeS aus-machen, wieder unter die Regierung des Abtes zurückkehrenwollten, habe Zürich dieses als Vorwand benutzt, 6000 Mannmarschircn zu lassen, obschon keine 100 nöthig gewesen wären,um diese armselige Schaar zu bezwingen. Die Katholiken hättensich nock beruhigen können, wenn Bern nicht eine so große