Band 
Zweiter Band.
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Fernere Berichte von dü Lüc.

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Stände nach Hause gereist seien, um Befehle einzuholen, wassie auf die Forderungen von Zürich und Bern antworten sollen.Es scheine ihm, daß Lucern, der Vorort der katholischen Kan-tone, sich lieber durch einen Frieden Arme und Beine abschnei-den lassen, als ein Geschäft fortsetzen wolle, bei welchem es insolchen Schrecken gerieth, obschon es kaum einen Kanonenschußgehört habe. Die Herren Deputirten können erst in zwei bisdrei Tagen zurück sein. Müsse man wirklich zerstückeln, sowerde er Sorge tragen, daß den Katholiken doch etwas bleibe,das ihnen nützen könne, bis bessere Umstände eintreten.

Die Deputirten von Zürich und Bern haben ihn besucht, aberdie Unterhaltung habe ihn sehr gelangweilt, weil er sich niemit ihnen über die Ereignisse, von denen er selbst Zeuge ge-wesen, habe verständigen können, indem sie dieselben so dar-stellten, wie es ihnen für ihre Zeitungen und Staatsschriftendienlich sei.

Er habe ihnen bewiesen, daß es nur von ihnen abhänge,die alte schweizerische Einigkeit herzustellen, daß sie durch Mäßi-gung im Glücke die Herzen gewinnen und eine lange dauerndeRuhe herstellen können; allein sie dazu zu bringen, daß sie dieRichtigkeit seiner Behauptungen zugeben, sei eben so unmöglichgewesen, als es wäre, einen Blindgebornen sehend zu machen.Sie erwiederten, sie wollen einem Kinde das Messer aus derHand winden, damit es sich nicht selbst verletze, und je stärkerdie Protestanten seien, desto mehr könne der König auf die An-hänglichkeit der Schweiz zählen; denn sie richten sich und handelnnach Grundsätzen, während die Katholiken sich vom Winde lei-ten lassen.

Der Deputirte des Abtes von St. Gallen sei so eben ange-kommen. Er könne nicht begreifen, warum er an die

I73 ) Hieraus ersehen wir, daß der Brief des äbtischen Gesandten, den wirmittheilten, vo» diesem Tag wirklich von Aarau aus geschrieben war,