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Buch II. Slapüel U.
Savoyen und am Rhein jede um 4— 5000 Mann schwächte;denn es wäre zu besorgen, daß die Protestanten, wenn der Kö-nig Truppen in die Schweiz schickte, sich gegen ihn erklärenwürden. Er versichere den Markis, daß sie diesen Entschlußschon gefaßt haben, und wenn die Wirkungen desselben sichnicht spüren lassen, so sei es nur, weil keine Gelegenheit sichdazu zeige. Es könnten übrigens die Truppen von allen Sei-ten her als Freunde einrücken, nur um dem Ambassador Gehörzu verschaffen.
Der Erzherzog habe die größte Freude, daß die Schweizersich selbst unter einander aufreiben, aber er irre sich, wenn erglaube, die Auster verschlingen zu können; denn der Widerstandder Katholiken sei so schwach gewesen, daß es den Protestantenkeine 2000 Mann kosten werde, alle Andern zu unterjochen.Allerdings könnte auch er selbst sich irren, denn es wäre leichtmöglich, daß die Alliirten die Städte Zürich und Bern zu einemEinfall in das Elsaß und in die Freigrafschaft Burgund ver-anlassen, der dem Feinde wohl zu Statten käme; indessen müß-ten doch vorher alle Kantone unterjocht sein; Freiburg, Solo-thurn und Wallis aber seien noch unangetastet.
Durch einen außerordentlichen Kourier berichtete der Grafdann noch dem Markis, daß Bern seinen Hauptleuten in Frank-reich und Holland Befehl ertheilt habe, ihnen 60 Feldweibel,oder solche, die fähig seien, diese Stelle zu bekleiden, im Ge-heimen aus Frankreich zu schicken, und wirklich habe man heuteschon 14 Soldaten des Regimentes Mai gesehen. Er habedeßwegen den Grafen Grammont gebeten, alle protestantischenSoldaten, die er in der Freigrafschaft ergreifen könne, unterdem Verwände festzuhalten, daß ihre Abschiede nicht in gehö-riger Form seien.
Den 13. schrieb der Graf schon wieder an den König, daßSamstag Morgens um 5 Uhr die Abgeordneten der katholischen