Fortsetzung der Friedensunterhandlungen. 283
Er sei die ganze Nacht mit Absendung von Boten an diekleinen Kantone beschäftigt gewesen, weil die Deputirten von .Schwyz, Unterwalden und Zug keine andere Instruktion haben,als einen Frieden zu schließen, der ehrenhaft sei, und nichtsabzutreten.
Allein die Kantone, welche solche Befehle geben, seien ganzentblößt von Geld und befinden sich in der Unmöglichkeit, ein-ander zu unterstützen, während die Protestanten freie Wahlhaben, welchen Kanton sie zuerst unterwerfen wollen, und dannvon einem in den andern ziehen können, so daß sie vor Abflußeines Monats alle werden unterjocht haben. Die Verständigernbegreifen die Lage, in der sie sind; aber Keiner darf demVolke die Gefahr enthüllen, weil sein Tod sicher erfolgenwürde. ,74 )
Die gefährliche Verwickelung dieser Friedensverhandlungenwurde durch die am 16. Juni 1712 erfolgte Rückkehr der Ge-sandten nach Aarau nicht gehoben.
Alsobald nach ihrer Rückkunft meldeten sie durch die Gesandtender uninteressirten Orte den Gesandten der zwei Städte, daßsie alle einstimmig instruirt seien, den allgemeinen Ruhestand inder gesammten Eidgenossenschaft zu befördern und zu allemBilligen Hand zu bieten, in der Hoffnung, daß die alte Freund-schaft und Liebe noch nicht ganz werde erloschen sein. Siewollen nun von den beiden löblichen Ständen mehre und ver-traulichere Eröffnung erwarten, um sich dann darüber zu er-klären und in Allem nachzugeben, was zum Frieden dien-lich sei.
In ihrer Antwort versicherten die zwei Städte die katholischenKantone auch ihrer aufrichtigen alten Freundschaft und Liebe,die sie ihnen dadurch bewiesen haben, daß man bis anhin sich
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