Band 
Zweiter Band.
Seite
306
JPEG-Download
 

Buch II. Kapitel II

.'«If»

Wohnung des Grafen Trautmannsdorff gefallenen Bombe vor-zutragen, zwei Sekretäre angelangt seien, deren geheimerAuftrag aber darin bestehe, die Unterschrift des Friedens durchdas Versprechen baldiger Hülfe zu hindern.

Den 6. Heumonat schreibt er dem König , daß, ungeachtet derBemühungen des Nuntius und des Herrn von Trautmanns-dorff, der Friede zwischen beiden Rcligionstheilen der Schweiznun scheine geschlossen zu sein. Es fehle nur noch an einemArtikel wegen eines kleinen Stückes der freien Ämter, das dieEinen nicht gerne überlassen und die Andern gerne habenmöchten. Cu habe den beiden protestantischen Kantonen geschrie-ben, der König sähe es gerne, wenn sie ihm einige Willfährig-keit bezeigten; aber er werde trachten, den Frieden abzuschließen,ob sie in diesem Punkte einwilligen oder nicht.

Er habe iin Anfang der Unterhandlungen vorgeschlagen, diegemeinen Vogteien zu theilen. Die Katholiken haben unterbilligen Bedingnissen eingewilligt, die Protestanten aber nurunter so harten, daß er sein Projekt habe aufgeben müssen.

Jetzt auf dem Punkte des Abschlusses, haben die Protestantenihren Fehler eingesehen und sich überzeugt, daß seine erste Ideedie beste gewesen, und wenn er noch könnte oder wollte, sowären sie willig, eine Theilung vorzunehmen. Den Katholikenwäre dieses sehr lieb gewesen; aber die Umtriebe der Geistlich-keit in den demokratischen Ständen seien so heftig, daß er jedenAugenblick den Ausbruch irgend einer Feindseligkeit besorge. Erhabe also geantwortet, es scheine ihm nun der Abschluß desFriedens und die beidseitige Entwaffnung das Wichtigste, nach-her könne man immer noch von der Theilung sprechen.

Seit drei Monaten, wo er an diesem Frieden arbeite, kosteer Se. Majestät ungefähr 700 Louisd'or (??) für geheime Aus-gaben. Er hoffe, der König werde es nicht mißbilligen, wenn