Band 
Zweiter Band.
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Fortsetzung der Friedensunterhandlungen.

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er den Vortheil und den Ruhm, der ihm daraus erwachsenwerde, betrachte.

Den 8. Heumonat berichtete der Graf dem König die Abreiseder katholischen Gesandten; ferner, daß durch die Aufstistungder Kapuziner die Zuger und Unterwaldner die Waffen er-griffen haben, und meldet auch die Ereignisse in Zug. InUnterwalden stehen 300 bewaffnete Männer unter dem Befehlvon Ackermann, Hauptmanns in französischen Diensten und Rit-ters des heiligen Ludwig's. So wie er den Mann kenne, be-greife er, daß er lieber durch die Protestanten als durch seineLandsleute sein Leben verlieren werde. "°°)

Den 13. Heumonat instruirte nun Lucern seine Gesandten,den Statthalter Laurenz Franz von Fleckenftein und den OberstenKarl Anton Amrhyn, den Frieden zu unterzeichnen, jedoch, daßsie trachten sollen, noch drei Punkte zu erhalten, nämlichgänzliche Amnestie, Erweiterung des Distrikts in den freienÄmtern, der den 7 Orten bleiben solle, und daß der Frie-densvertrag von 1531 nicht müsse ausgeliefert werden. Auseiner etwas dunkeln Äußerung in diesem Aktenstücke scheint es,als ob man gerne gesehen hätte, daß Frankreich diesen Friedengarantirez"')

Den 14. Heumonat langte Seckelmeister Steiger von Bernwieder mit der erwünschten Nachricht in Aarau an, daß seineHerren und Obern, um ihre friedlichen Gesinnungen zu bezeu-gen, sich mit dem im Ultimatum bezeichneten Bezirke im Freien -amt begnügen wollen. Sie bitten also die unparteiischen Orte,dieses den anwesenden Gesandten von Lucern und Uri mitzu-theilen, und zugleich eine Erklärung zu begehren, wozu sich ihreObrigkeiten über das Ultimatum entschlossen haben. Darauf er-

>»«) Bd. Vil. S. 319. 323. 332. 337.»') Beilage Nro. XL».