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Buch 11. Kapitel II.
Form erlitten; die Bedingniffe sind aber die nämlichen, welchein den von uns mitgetheilten zwei Instrumenten enthalten sind.Ein gedrucktes Exemplar davon ist Diirsteler's Beschreibung desToggenburger Kriegs, Bd. IX. S. 37, beigebunden. î38 )
Noch verdient hier Erwähnung ein Bries des spanischen Ge-sandten Beretti-Landi an Professor von Crousat in Lausanne,dessen Datum zwar unbekannt ist, der aber kurz nach dem Friedengeschrieben sein muß, wie eS deutlich aus den letzten Stellendesselben erhellt. Er wohnte die ganze Zeit über in Lucern undsagt in diesem Briefe: Er habe sein Möglichstes gethan, denKrieg zu hindern; aber der Nuntius, die Priester und die Mönche,welche Gründe anwandten, die für einige Tage scheinbare Gül-tigkeit hatten, blieben Meister, und das Komplott ging so weit,daß die Katholiken, wenn sie die Schlacht gewonnen hätten, inLucern eingerückt wären, um die Magistrate und die Bürger zuermorden; sa selbst der spanische Gesandte wäre nicht sicher ge-wesen. Aber was wäre da zu thun gewesen? Den Bauern vonRecht und Gerechtigkeit sprechen, heißt so viel, als sie in einfremdes Land führen. Nach dem Äußern haben sie menschlicheGestalten, aber ihre Urtheilskrast ist thierisch.
Der Papst sollte diese Volksverführer strafen, und man habedeßwegen sehr stark nach Rom geschrieben; vielleicht werde eineAntwort kommen. Der Nuntius habe sich so benommen, daßer eine exemplarische Strafe verdiente. Er kannte die Ungleich-heit der Kräfte, der Gesandte hatte ihm die Gefahren für dieKatholischen vorgestellt; aber er hatte zwei Gründe, die ihn zuseinem gewaltthätigcn Benehmen trieben. Der erste war, umin Wien gefällig zu sein, wo man gerne die Schweiz zerstörtsähe; der zweite war seine Meinung, man werde ihn zu Romfür einen so eifrigen Prälaten halten, daß man ihm unverzüg-
Der Abdruck bei Waldkirch 11. 827, ist nicht richtig.