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Buch 11. Kapitel 111.
macht haben, welche eine katholische Tagsatzung in Lucern den2. und 3. Brachmonat zur Folge hatten. Zwar ist in deren Ab-schied keine Rede von diesen Versprechungen, und es wird nurerwähnt, daß sie kein Mittel gefunden haben, ihre Uneinigkeitzu überwinden, und daher bei Frankreich und dem Papste Hülsesuchen wollen; 1S ) aber unter dem ganzen Volke herrschte schon,wie dem Bürgermeister Johann Jakob Escher in Zürich berichtetwurde, großer Jubel darüber, daß der Ambassador versprochenhabe, die Protestanten müssen ihnen alle Eroberungen zurück-geben und ihnen die Kriegskosten vergüten. ")
Dasselbe beweist auch ein Brief der 5 Orte an den Ambassa-dor vom 9. Brachmonat 1713, worin sie sagen, daß seine Zu-sicherungen ihnen Gewißheit geben, daß er zu Gunsten der ka-tholischen Eidgenossenschaft alles Mögliche gethan habe, wofürsie ihm den lebhaftesten Dank bezeugen, mit der Bitte, ihnensein Wohlwollen ferner zu schenken und ihre Herstellung zu be-fördern. Sie hoffen, daß die Schritte, welche dem Vernehmennach die Protestanten bei dem König gethan haben, damit dieEidgenossenschaft in ihrem jetzigen Zustande verbleibe, keinenwidrigen Eindruck werden gemacht haben. „Wir empfehlen noch-„malerz dem katholischen Eifer Ew. Exzellenz vnsere Betrübte„Anligenheiten, vnd bezeugen vns mit tiefstem respect" jc. n )Den 3, Heumonat fand eine gemeineidgenöffische Tagsatzungin Baden statt wegen des Wiederausbruches der Feindseligkeitenzwischen Frankreich und dem Kaiser. Die protestantischen Ständeschlugen vor, den Neutralitätstraktat von 1702 zu erneuern,eine Besatzung nach Basel zu legen und die Feuerzeichen aufzu-stellen. Zürich berichtete, es habe den Anfang gemacht und
») Bd. XI. S. 3.
»«) Exc. Bd. V. S. 172.") Bd. XI. S. 3.