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Zweiter Band.
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Listiges Benehmen von dü Lüc.

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100 Mann dahin gesandt; Lucern und die übrigen Waldstätteerklärten hingegen, sie finden diese Maßregeln nicht genügend,und versprachen, wenn die kriegführenden Mächte die Neutrali-tät verletzen, wollten, so werden sie mit Gut und Blut die ge-fährdeten Stände unterstützen. Die Orte, welche das Defensionalangenommen hatten, außer Lucern, beschloßen dann, 314 Mannnach Basel zu schicken, und die Gesandten beider kriegführendenMächte versprachen, die Neutralität der Schweiz zu ehren.")

Während nun dü Lüc solche feindseligen Gesinnungen gegen dieProtestanten nährte, schrieb er gleichsam vertraulich den 12. Heu-monat an Bern, wie gut es wäre, wenn die Eintracht unterden Eidgenossen wieder hergestellt würde, und daß der Königgerne dazu behülflich wäre.

Da die Berner aber kurz vorher Beweise, daß er Plane gegensie schmiede, erhalten hatten, wovon in dem folgenden Kapiteldie Rede sein wird, so wußten sie, welchen Glauben sie seinenFreundschaftsversicherungen zu schenken hatten. Sie antwortetendaher, Bern habe alles Mißtrauen abgelegt und glaube, dieübrigen Stände haben ein Gleiches gethan; wenn aber einigekatholische Stände noch Mißtrauen gegen einander hegen sollten,so werden sie gerne das Ihrige beitragen, um das Zutrauenzwischen ihnen wieder herzustellen. ,9 )

Ebenfalls den 12. Juli schrieb Willading von Baden aus demGeneral St. Saphorin, der Graf dü Lüc habe ungesäumt nachseiner Rückkunft von Paris seinen Sekretär nach Bern gesandt,mit dem Ansuchen, daß der Rath einige Mitglieder nach Solo-thurn schicke, denen er eine Eröffnung zu machen habe. DerGeneral werde wohl verstehen, was man damit sagen wolle.Er sehe wohl, Bern werde dieß mit beiden Händen ergreifen;

") Bd. VI». S. 224. 223.") Exc. Bd. V. S. 194.