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Buch II. Kapitel III.
wünschten Erfolg hatte, sie unverzüglich abgebrochen. Zwar habedie Schweiz die Ehre, daß seit 10 Jahren ein kaiserlicher Bot-schafter dort residirte; aber er habe solche Eigenschaften besessen,daß er Sr. kaiserlichen Majestät immer mehr geschadet als ge-nützt habe. Der französische Minister habe während dieser Zeitöfters gesagt, der Graf von Trautmannsdorf verstehe es besserals sie selbst, für das Interesse ihres Herrn zu arbeiten.
Frankreich schmeichle mehr als je der Schweiz, damit derBund erneuert werde, denn nach dem Tode des Königs wärees viel schwerer, und niemals würde man so günstige Beding-nisse erhalten, wie es unter Ludwig XIV. geschah. Währendder Minderjährigkeiten unter Katharina und Maria von Medi-cis, wie unter derjenigen zur Zeit von Anna von Österreich,seien die Regenten meistens von Schweizern unterstützt worden;ihnen müsse die Erniedrigung des hohen Adels und der Verlustseiner Freiheiten zugeschrieben werden. Es sei gewiß das größteInteresse Österreichs, die Erneuerung des Bundes zwischenFrankreich und der Schweiz zu hintertreiben.
Indessen wären alle Versuche der Freunde Österreichs, diesenBund zu hindern, vergeblich, wenn nicht der Graf dü Lüc selbstdurch die Verpflichtungen, welche er gegen die katholischen Kan-tone eingieng, sich ein unüberwindliches Hinderniß geschaffen hätte.
Da es dem Grafen nicht habe verborgen bleiben können, wieviele Aufträge Herr von St. Saphorin erhalten hatte, so habeihn dieses gegen die Protestanten, besonders gegen Bern undden General erbittert, dem er nicht nur die Ausführung, sondernauch die Projekte selbst zuschrieb.
Da inzwischen der innere Krieg ausbrach und die Katholikenden Kürzern zogen, der französische Hof aber den Zeitpunkt nichtschicklich fand, sich offen zu erklären, so solle der Ambaffadorihnen bestimmt versprochen haben, daß sie in der Folge alleGenugthuung, die sie verlangen können, erhalten werden. Die