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Zweiter Band.
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Buch 11. Kapitel M.

Er warnte den Bürgermeister David Holzhalb schon den 4. Aprilvor allfälligen Schritten des Ambassadors, da er besorge, der-selbe möchte es versuchen, Zürich und andere evangelische Kantonean sich zu ziehen; auch bat er ihn, sich in Glarus zu erkundigen,ob dort die Katholiken den Bund ratifiziren und was für Plänesie haben. Zn seiner Antwort vom 6. April meldet der Bürger-meister Holzhalb, es sei gewiß, daß Jhro Majestät der Königvon Frankreich den katholischen Orten gelobt und versprochen,sie wieder in den alten Stand zu setzen; dabei behielt er sich vor,ihm die Umstände mündlich zu erzählen. In einem späternSchreiben von Willading ermähnt er den Bürgermeister, auchnach Appenzell zu schreiben und sich dort zu erkundigen, wasman thun würde, wenn der Ambaffador den Beitritt zu demBund anböte. Durch Nachschrift meldet er ihm, daß in Frei-burg, als dort vor Räth und Bürgern von der Tagsatzung inLucern Bericht erstattet wurde, das erste Rathsglicd, welchesangefragt wurde, gesagt habe: „Wenn vor Diesem einer hier„eine solche Meinung, wie in diesem Bündtnuß enthalten, geben„hätte, hätte man ihm den Kopf zwischen die Beine gelegt.„Allein die ausgetheilten Pensionen haben die Oberhand ge-wonnen." 87 )

Den 13. April erwählte der gesessene Landrath zu Schwyz dieHerren Landammann Gilg Christoph Schorno und Joseph FranzMettler, Siebner und Alt-Landvogt zu Baden, zu Gesandten nachSolothurn, und in Folge der von der Landsgemeinde vom1. Jänner 1714 erhaltenen Vollmacht stellte ihnen der Rathein Kreditiv aus an den französischen Ambaffador für Be-schwörung des Bundes und gab ihnen folgende Instruktion:

Nach abgelegten Kurialien sollen die Herren Gesandten sichäußerst bemühen, daß die katholische Eidgenossenschaft wieder i»

Bd. iv. S. 521-323,