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Buch 11. Kapitel IM.
fand die erste Sitzung statt, welche Johann Friedrich, Baronvon Roll, Herr zu Emmenholz, Ritter und Alt-Schultheiß vonSvlothurn, mit einer Rede eröffnete, worin er sagte, daß Se.Exzellenz der französische Ambaffadvr, Herr Graf du Lüc, imNamen und auf Befehl Jhro allerchristlichsten Majestät zu Frank-reich und Navarra, unsers allergnädigsten Herrn und Bundes-genossen, eine Tagsatzung in dieser Stadt auf den 26. des lau-fenden Monats auszuschreiben belieben wollen, und alle katho-lischen Orte, nebst der Republik Wallis, sich entschlossen haben,diese Tagsatzung zu besuchen, so seien nun alle löblichen Ge-sandten hier eingetroffen, und die Ursache der gegenwärtigenVersammlung sei, weil Jhro Exzellenz der Herr Ambassador vonhöchst gedacht Jhro königlichen Majestät den Befehl erhaltenhabe, den mit der löblichen Eidgenossenschaft Anno 1663 ge-schlossenen Bund mit den löblichen katholischen Orten und derRepublik Waüis wieder zu erneuern, zu welchem Zweck schonim Christmonat 1713 auf einer Konferenz in Lucern die be-nannten Kantone ihre Einwilligung gegeben, sodann sich wiederim letzten Monat Hornung auch in Lucern versammelt haben,wo sie über das vorgelegte Bundesprojekt verschiedene Bemer-kungen gemacht und dem Herrn de la Martiniere zu HandenJhro allerchristlichsten Majestät übergeben haben. Damit nundieses Geschäft könne vervollständigt und beschworen werden, seiJhro Exzellenz gesinnt, seine nähern Erklärungen zu machen.Hierauf wurde der gewöhnliche eidgenössische Gruß abgelegt.
Es erklärten sich nun mehre Orte, daß, wenn man nicht diegemachten Eroberungen zurückgebe und sie in ihren alten Zu-stand versetze, so könne keine Rede von einer Bundeserneuerung sein.
Nun fragte man, ob man dieses Geschäft wolle beginnen miteiner neuen Untersuchung des Bundes, oder damit, daß manvon Jhro Exzellenz die Antwort des Königs auf die gemachtenBemerkungen sich ausbitte.