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Zweiter Band.
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Die Tagsatzung in Solothurn. 4VU

Da man sich für Letzteres entschied, so begaben sich alle Ge-sandten zu dem Ambassador, wo der Gesandte von Lucern,Schultheiß Laurenz Franz von Fleckenstein, bei offenen Thüren,im Namen Aller, in deutscher Sprache die Anrede an den Am-bassador hielt, der sie höflich erwiederte und bemerkte, daß man,da es setzt hauptsächlich um die Erhaltung der katholischen Kan-tone zu thun sei, keine Zeit verlieren dürfe; denn seine Gegen-wart in Wien sei für die ganze katholische Schweiz, besondersaber auch für den Abt von St. Gallen, sehr wichtig, daher müssedas obschwebende Geschäft schnell abgethan werden. Er halte esdaher für weniger zeitraubend, wenn er mit der ganzen Tag-satzung unterhandle, als wenn es durch das Mttel von Aus-schüssen geschähe. Nachdem die eidgenössischen Gesandten sichwieder auf das Rathhaus begeben hatten, ließen sie Se. Exzel-lenz fragen, aus wann es ihr Nachmittags gefällig sei, zu kon-feriren, worauf er 4 Uhr Nachmittags bestimmte. Als zu dieserStunde die eidgenössischen Gesandten zu dem Herrn Ambassadorkamen, führte er sie in ein Zimmer und hielt an sie eine An-rede folgenden wesentlichen Inhalts:

Als er vor 6 oder 7 Jahren in die Schweiz gekommen, habeer sie in einem bessern Zustand gefunden, als sie setzt sei.

Da dann die von den Unterthanen des Abtes von St. Gallenmit beiden Ständen Zürich und Bern verabredete Empörungeine Vermittlung herbeigeführt, so haben die beiden Orte dochgewußt, von derselben abzuweichen, und es seien die Sachen so weitgediehen, daß die katholischen Orte gezwungen wurden, dieWaffen zu ergreifen. Nun werden sie sich wohl erinnern, wieer ihnen während dieser Unruhen die aufrichtige Versicherunggab, daß Jhro königliche Majestät sie nicht hülflos lassen werde;aber wegen der damaligen europäischen Angelegenheiten habeer unmöglich sein Wort halten können. Sobald aber der Königden Frieden zu Utrecht geschlossen, habe er aus Mittel gedacht,