Band 
Zweiter Band.
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Bemerkungen.

Weder Zürich noch Bern hatten um des Gewinns willen indem Frieden die Landvogtei Baden, die untern freien Ämter,Rapperschwil und einen Brückenkopf bei Hürden sich abtretenlassen, sondern sie wollten dadurch die katholischen Kantone vonÖsterreich abschneiden, die Verbindung mit einander sich sichern,und Zürich wollte in seinem Gebiet keine fremde Regierung mehrdulden. Über die Wichtigkeit dieser Gründe stritt man sich schondamals und mehr noch später. Wenn durch die Rückgabe dieächte Freundschaft der katholischen Kantone hätte können gewonnenwerden, so hätten jene politischen Gründe nicht Stich gehalten;aber es ist sehr wahrscheinlich, daß die katholischen Kantone dieRückgabe eher dem französischen Einfluß als den freundlichenGesinnungen ihrer Verbündeten zugeschrieben hätten.

Ob Bern im Interesse der Schweiz weise gehandelt habe, sichso eifrig zu bemühen, daß die Freigrafschast Burgund an Öster-reich oder Preußen müsse abgetreten werden, möchte sehr zweifel-haft sein; denn es war doch allervorderst eine zu große An-maßung, zu glauben, daß die großen Mächte einen so großenWerth auf die Wünsche Berns legen, um eigene Vortheile diesenaufzuopfern. Wenn aber auch Bern durch sein Einverständnißmit Österreich wirklich die Eroberung dieser Provinz möglichgemacht hätte, so wäre wohl Frankreich von den bernischenGrenzen für einstweilen entfernt worden; hingegen hätten Öster-reich und das Reich, vom langen See bis zum Land Ger, dieSchweiz umgeben, und man sollte denken, es wäre doch besser,mehre Nachbaren als nur einen zu haben. Bern aber betrachtetenur sein Interesse, und deßwillen setzte es die ganze Schweiz inGefahr, die Rache von Frankreich sich zuzuziehen. Gieng auchsein Plan nur dahin, sich durch die Grafschaft Neuenburg zuvergrößern, so hätte aber auch dieses, wenn es gelungen wäre,die Macht von Bern nicht verstärkt, viel weniger die der Schweiz;denn die andern Stände wären nur mißtrauischer geworden auf