Bemerkungen.
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Stände zu erregen und die Katholischen zu Schließung einesBundes mit Frankreich zu bewegen, durch welchen sie ihre Un-abhängigkeit aufopferten und gleichsam Frankreich als ihrenOberherrn anerkannten. Sie ließen sich dergestalt täuschen, daßsie glaubten, der König habe ihnen die Rückgabe der VerlornenLandvogteien versprochen, was doch durchaus nicht der Fall war.Dieser unglückliche Friede verursachte, wie wir später sehenwerden, manche Zuckungen im Innern dieser Kantone, und ihreMagistrate waren durch das Geld von Frankreich so sehr andiese Macht gebunden, daß sie aller Unabhängigkeit verlustiggiengen. Der Fanatismus des Volkes war durch die Umtriebedes päpstlichen Nuntius so sehr gesteigert, daß die eigene Obrig-keit Gefahr lief, von dem eigenen Volk ermordet zu werden.
Auch das zürcherische Volk hatte der unzeitige und unchrist-liche Eifer seiner Geistlichkeit ungebührlich aufgereizt, und dieserEifer mag beigetragen haben, daß der Sieg durch Roheit be-fleckt wurde. Des Kriegsvolks Zuchtlosigkeit und der Hochmuthseiner militärischen Anführer mögen auch Schuld gewesen sein,daß sie beim Übergang der Berner über die Reuß nicht zurZeit eintrafen, um sich mit ihnen zu vereinigen, und daß sieweder bei der Sinserbrücke noch bei Villmergen sie unterstützten,was die Berner bösem Willen zuschrieben, obschon die bernischenRepräsentanten in Zürich den rechtschaffenen, mäßigen und klugenRegenten alles Lob ertheilten und ihren Eifer, Bern zu unter-stützen, rühmten. Es scheint aber dem Magistrat von Züricheine großartige Ansicht der Dinge abgegangen zu sein; besondersschadete der ganzen Sache der Sequester, den Zürich auf dasEinkommen der äbtischen Beamten gelegt hatte, wodurch derBaron von Thurn so sehr erbittert wurde, daß er seitdem immeraus Kräften in Wien gegen Zürich arbeitete; auch war es sehrkleinlich, daß nach dem Frieden Zürich nicht gewissenhaft demStift in St. Gallen zurückgab, was es sich angeeignet hatte.
Zkllw. Gesch. I. 2. 39