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XXVIII.
Schreiben der 5 katholischen Orte, in Brunnen versammelt,an die zwei Orte Zürich und Bern.
Den 28. April >712.
Aus dem Band X, S. 1t, enthaltend Akten aus dem Archiv in Lucern.
Vnser
Euwer V. G. l. A. E. weitläuffges schreiben vom 23. hujusist Vnß gleich gebührend participieret, vnd die ohnbegründtnußaller fachen mit solchem bedauren angesechen worden, daß wirüber den gantzen Enthalt vmb außfliehung mehreres Vertrießeßnur nit antworten wollten noch sollten: weilen von vorjährigenVerlauff deß handelß absonderlich de a° 1706 Vnß zuelag ge-than wird, welche schon mehrmalen öffentlich widersprochen, Vndzur genüege Erwiscn worden, waß für grade vnd langmüthigeschritt wir jmmer in Behandlung diseß geschefftß mit ohnumb-fangenem gemüeth, vndt auß Liebe deß Vatterländischen Ruo-wesenß gethan, auch niemahlß so gewalthätiger ohnbefuegsambealß von Euch, V. G. L. A. E. beschehen zue understchen ge-denkhet haben, wo der Landtfriden de a° 1538 gegen Toggen-burg Euch V. G. L. A. E. von Zürich, vnd die Vrthel de a°1463 Euch V. G. L. A. E. von Bern kein Recht auff Toggen-burg geben, alldieweilen daß letstere Ein von allen Interessiertentheilen Erpättener Rechtspruch, der dermahlige Casus aber gantz,vndt pber alleß ohngleich, im übrigen zuemahlen gantz bekhantist, daß Ihr V. G. L. A. E. zue Zürich Toggenburgß fcirlichenEuch Entzigen, Vnd dann ihr beiderseits in krafft Vnßcrß zue-samen habenden Landsfridens diseß Toggenburgß Euch nit mehranzuenemmen begebe» haben. Nun von diseren nit lenger zueseyn, kommet Vnß annoch Empfindtlicher vor, daß von Erwin-