Z) Die Abwechselung mit den Gewachsen gewahrtbessere Erndten.
Da unsere Lehre auf diese drei Satze gebauet wer-ben soll, so müssen sie zuvörderst bewiesen werden.
Der erste bedarf jedoch keines Beweises, weil eswohl niemand einfallen wird, ihn zu bezweifeln. Wirbeschranken uns daher auf den zweiten und dritten.
Beweis des zweiten Satzeö:
Schon die Feld - und Gartenfrüchte geben schlech-tere Erndten bei zu engem Stande, wiewohl sie durchzu dichte Stellung selten bis zum gänzlichen Verderbengebracht werden, wie die Waldbanme; weil die Feld-und Gartenfrüchte nicht sehr groß werden, sich daherauch mit wenig Raum begnügen und nicht einmal einJahr zu ihrem Wachsthum gebrauchen. Ganz andersist das bei den Waldbäumeu. Der Unterschied der Grö-ße von der einjährigen Tanne bis zur ausgewachsenen istunermeßlich, und die Wachsthumzeit erstreckt sich aufJahrhunderte. Viele lausend Holzsiämmchen finden sichin unsern gewöhnlichen Wäldern auf einem Raume, dernur einen einzigen Baum zu ernähren vermag. Diesealle leiden durch den zu dichten Stand im Wachsthum?.Sie entziehen einander nicht nur Nahrung, Luft undSonne, sondern hindern sich auch zu gleicher Zeit anEntwickelung der Wurzeln und Zweige. Es entstehtein unausgesetzter Kampf zwischen den gedrängtenStämmen, der allen höchst nachtheilig ist.
Der Stamm, welcher im aosten Jahre seinen