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Die Verbindung des Feldbaues mit dem Waldbau oder die Baumfeldwirthschaft / von Heinrich Cotta
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den, so können wir es auch im Walde. Gott gab demMenschen Verstand und will, daß er ihn gebrauche.Die »«zeitige Berufung auf den Haushalt der Naturwird also hierdurch als unstatthaft abgewiesen.

Es giebt Wahrheiten, die so offen vor Augen lie-gen, daß es unbegreiflich ist, wie sie unerkannt bleibenoder gar bestritten werden können. Dahin gehört dervorliegende Satz über den Holzwuchs im gedrängtenund im freieren Stande. Die Akten der Natur liegenvor uns, und sind in Betreff des obigen Satzes so ver-ständlich und klar für Jeden, daß er nur hineinzusehenbraucht, um keinen Augenblick mehr zweifelhaft zubleiben.

Da sich aber Viele gewöhnt haben, nickt in derNatur, sondern nur in Büchern zu lesen; so theilen wirfür solche aus dem großen Erfahrungsvvrrathe in denBeilagen Nv. 2 und 5 einige mit, die statt vieler die-nen können, und halten dadurch unsern ersten Satzso lange für hinlänglich erwiesen, bis irgend jemandnoch einen gegründeten Zweifel dagegen aufstellt.

Der dritte Satz

läßt sich zwar nicht so bündig erweisen, wie der zweite,und wird nicht so allgemein für wahr anerkannt, alsder erste; allein der Landmann kennt und benutzt schonlängst die Erfahrung, daß Abwechselung mit den Feld-früchten nützlich ist, und geschickte Gärtner wissen rechtwohl, daß man an die Stelle eines ausgegangenenBaumes keinen andern von eben der Art pflanzen darf.