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Die Verbindung des Feldbaues mit dem Waldbau oder die Baumfeldwirthschaft / von Heinrich Cotta
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42
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Zuwachs bei den Fichten nach dem Alter von 44 Jah-ren ungleich starker ist, als vor demselben, ist gewißjedem Forstmanne bekannt, und daß also diese Stämmein einem Alter von 88 Jahren mehr als noch einmalso viel Inhalt erlangen würden, als sie gegenwärtighaben, erleidet keinen Zweifel.

Wir fordern nun jeden Forstmann auf, uns einegleiche Holzerzeugung in gewöhnlichen Fichtenwäldernnachzuweisen!

So lange dieses nicht geschieht, und so lange nie-mand nachzuweisen im Stande ist, daß die vorstehendenAngaben unrichtig sind, oder daß die ungewöhnlichgroße Holzmasse von etwas andern? als von der weit-läustigcn Pflanzung herrühret, halten wir unsern Satz,daß man bei angemessenem freien Stande mehr Holzerzieht, als im vollen Schlüsse, für hinlänglich erwiesen.

Wer es bezweifelt, daß die hier oben verzeichne-ten Stämme bei dem geringen Alter die merkwürdigeGröße haben, mag sich durch den Augenschein überzeu-gen; wem aber solche Thatsachen keine Ueberzeugungvon den Vortheilen des freien Standes auf die Holzver-mehrung geben, dem ist überhaupt keine zu verschaffen,der ist zu bedauern; denn er gehört zu den Menschen,die mit offnen Augen nichts sehen, mit ausgestreckte»Händen nichts erfasse» und mit dem Verstände nichtsbegreifen können!