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Die Verbindung des Feldbaues mit dem Waldbau oder die Baumfeldwirthschaft / von Heinrich Cotta
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6o Thlr. für den Fiscus hervorgehen. Umdies zu beweisen, muß ich jedoch zuvörderst die Artder Bepflanzung angeben.

Es würden nämlich von 6 zu 6 Ellen Lerchen oderKiefern in einer Entfernung von 3 Fuß, reihenweise,von Mitternacht nach Mittag, zu stehen kommen, sodaß der mit Holz bepflanzte Streif 3 Ellen Breite hatte,und sich mithin zum fruchttragenden Raume wie izu 2verhielte. Zwei Theile der 13^ Acker oder ungefähr8 ^ Acker, waren nun so lange zum Fruchtbau auszu-geben, bis die gepflanzten Stammchen (welche von Zeitzu Zeit durchforstet werde» müßten, so daß sie nach derletzten Durchforstung in 6 Ellen Entfernung von einan-der zu stehen kamen) dem Viehe entwachsen, oder bisdie Astverbreitung derselben den Fruchtbau hindert. Danun hier die Erfahrung gezeigt hat, daß für cultivirtenWaldboden 6 Pf. für die ÜI Ruthe jährlich Pacht gegebenwird, so laßt sich um so mehr mit Gewißheit annehmen,daß auch auf der Lindigt - Leyde dieselbe Pachtloßung er-langt werden wird, weil dieselbe zwischen zwei volkreiche»Lrten dem Städtchen Mutzschen und dem Dorfe Werms-Lorf mitten inne liegt, und hier kein Wildschaden zu be-fürchten ist. Diese zum Fruchtbau ausgegebenen 8 Acker200 LM würden daher 10 Jahre hindurch jährlich54 Thlr. 4 Gr. in Summa 54 r Thlr. 16 Gr.Pacht geben. Noch vortheilhafter für den Fruchtbauund für den Hvlzertrag bei der Haubarkeit des Holzes