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Die Verbindung des Feldbaues mit dem Waldbau oder die Baumfeldwirthschaft / von Heinrich Cotta
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scheu als Schaafhuthung und die Gemeinden Göttwitz undDvbern als Viehhuthung überhaupt nicht entbehren zukönnen glauben.

Seit zwei Jahren ist zwar der 8te Theil dieser i5iAcker großen Lehde nach dem allerhöchsten Mandat we-gen der Waldnebennutzunge» vorn aasten Juli i8i5 inSchonung gelegt, und es sind bereits 6 Acker mit Na-delholz cultiviret, wahrend die übrige» 12 ^ Acker alsBorbereitung zur künftigen Bepflauzung an Arme derumliegenden Gegend zum Fruchtbau ausgegeben wurden,und hierdurch ist allerdings ein Schritt zur bessern Be-nutzung dieser Lehde geschehen; allein es ist nicht zu leug-nen, daß durch die Anwendung der Baumfeldwirthschastweit mehr erreicht werden kann.

Denn wird der 8te Theil dieser Lehde auf die ge-wöhnliche Art zu 4 und 5 Schuh Entfernung mit Na-delholz bepflanzt; so ist sie erst in 20 bis 3o Jahrenwieder zu behüthen und auch dann wird die Weide wegendem Schlüsse des Holzes sehr gering ausfallen, bis da-hin aber giebt der Boden weiter keine Benutzung, alsdie der Holzprodukcion. Durch Anwendung der Baum-feldwirthschaft hingegen würde der Holzertrag nicht alleinnicht geschmälert, sondern es würden noch folgende Vor-theile hervor gehen:

1 ) I» den ersten 10 Jahren nach der Bepflauzung könn-te zwischen den Baumreihen Frucht erbauet werden,und es würde hierdurch eine jährliche Einnahme vsn