das Uebel mit einem Male gehoben. Jetzt schreit derLandwirth über zu geringe Fruchtpresse; laßt diese höhergehen, so wird der andere Gewerbe treibende schreien, daßer verhungern müsse, weil er die Nahrungsmittel nichtbezahlen könne. Das Uebel, das uns drückt, rührt nichtsowohl vom Ueberfluffe der Nahrungsmittel her, als vomMangel des Erwerbs, von der Stockung des HandelSund von der Steigerung der Privat - — und vorzüglichder öffentlichen — Bedürfnisse, während in den vorausge-gangene» Kriegsjahren alle Kräfte zu sehr angestrengt,geschwächt und erschöpft worden waren.
Es besteht fast überall ein schreckliches Mißvcrhält-mß zwischen Erwerb und Bedarf der Einzelnen, und zwi-schen Einnahme und Ausgabe des Ganzen.
Wir Deutsche sind in einer höchst bedenklichen Lage;wie und wenn es anders werden wird, vermögen wirnicht zu ermessen: gewiß sehen wir aber einer trüben Zu-kunft entgegen.
Wohl nun dem Staate, der unter diesen Umständenin sich selbst noch Mittel besitzt und anwendet, wo-durch jenes Mißverhältniß aufgehoben werden kann.
Zu diesen Mitteln zähle ich in vielen Gegenden dieBaumftldwirthschaft. Ich kenne Länder, die jährlichfür sehr große Summen Holz und Getreide, das sie selbsterbauen könnten, vom AuSlande beziehen; während siemit nur einem Theil der Summe, die man ins Auslandsendet, im Innern viele Hände beschäftigen, viele Fami-lien ernähren und die fehlenden Produkte erziehen könnten.