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so wird dennoch der Besitzer von seinen Kühen einerlei Ein-nahme haben, wenn er bei nur gleichem Aufwande dop-pelt so viele ernähren kann, und so verhält sichs mit allenlandwirthschaftlichen Produkten. Daß eine fortwährendgesteigerte Vermehrung solcher Produkte endlich ihre Tarenganz herunter drücken und den Kaufwerth derselben gänz-lich verringern würde, ist allerdings gegründet; dahinwird es aber so leicht nicht kommen, und der spekulativeMann wird sich dadurch nicht zurückhalten lassen, aufseinen Grundstücken die möglich größte Menge vonHolz oder von Zeldfruchten zu erbauen, und wenn diesesdurch ein neues Mittel zu bewerkstelligen ist, so wird ersich bestreben, dieses Mittel zu rechter Zeit anzuwenden,und nicht warten, bis die allgemeine Einführung einGleichgewicht hergestellt hat, wodurch es dem spater Fol-genden keinen Vorzug mehr gewahrt. Wie man die erstenSpiiminaschinen einführte, fanden sie auch großen Wi-derspruch; die Klügeren aber wurden reich durch sie, wäh-rend die Schlendrianisten allen Gewinn verloren. DiePreise der landwirthschaftlichen Produkte mögen hoch oderniedrig seyn; so fahrt der Landwirth am besten, der sei-nen Grundstücken den höchsten Ertrag abzugewinnen weiß,und der Staat befindet sich am wohlsten, der seine inne-re Produktion am meisten erhöht und seinen Bewohnernden meisten Erwerb verschafft. Man sieht in großemIrthume, wenn man glaubt, der jetzige Ueberstuß anNahrungsmitteln erzeuge die Noth, über die man so lau-te Klagen hört, und man irrt eben so sehr, wenn man sicheinbildet, durch höhere Preise der Nahrungsmittel würde