Band 
Sechster Band.
Seite
81
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und anderer merkwuͤrdigen Perſonen aus dem Alterthume, ꝛc. 81

eimer Muͤnze beym Urſinus; beyde Geſichter ſind einander vollkommen aͤhnlich. Erfuhrte wider die Parther Krieg, und ward von ihrem Koͤnige Arſacides gefangen. Un-herdeſſen rebellirte, wie oben gedacht, Tryphon(ſiehe Platte C.) wider den jungenerander in Syrien, ließ ihn erwuͤrgen, und bemaͤchtigte ſich zum Theil der Laͤn-er des Demetrius. Waͤhrend ſeiner Gefangenſchaft gieng ſeine Gemalin, wie beyder erſten Münze auf dieſer Platte r bemerkt worden, zum Antiochus uber, und heu-rathete ihn, damit er den Tryphon aus ihrem Reiche verjagen helfen moͤgte. Alsieſes glücklich geſchehen war, grif Antiochus auch die Parther an. Da ihr Koͤnigb hraates aber ſich fuͤr der Macht des Feindes fuͤrchtete, ließ er nicht nur den Deme-duns aus der Gefangenſchaft, ſondern half auch zur Wiedereroberung des Reichs.5 emetrius zeigt ſich hier nach parthiſcher Gewohnheit mit einem groſſen Barte, weilange unter dieſem Volke gelebt hatte. Die Nachfolger Alexanders des groſſen tru-de ſonſt mehrentheils abgeſchorne Baͤrte, weil er ein Geſetz hinterlaſſen, daß ſeine95 alen keinen Bart wachſen laſſen ſollten, damit ſie nicht von dem Feinde im Hand-menge dabey ergriffen werden konnten.

Poppaea.Medaille von Bronze.Sie doppäa Sabina war eine Tochter des römiſchen Buͤrgermeiſters Titus Ollius; dunnerJ beſaß nicht allein viele Reichthümer ſondern auch eine auſſerordentliche Schoͤnheit.0 erſter Mann hieß Criſpus Rufus, von dem ſie eine Tochter gebar, und nachgehends1 kto zum Ehebruch verleitet wurde. Als Otto einſt dem Nero die Reitzungenverl eb pa ruͤhmte, erregte er die Neugierde des Kaiſers. Wie dieſer ſie geſehen,verliebte er ſich in ſie, und ſchickte ihren Mann als Stadthalter nach Luſitanjen, umihn zu entfernen. Nachdem er eine Zeitlang vertraut mit ihr gelebt, verſtieß er die5 ckatia Iinfruchtbarkeit halber, heurathete ſie, und zeugte eine Tochter mit ihr, dieals ſie im vierten Monat ſtarb vergoͤtterte. Wie ſie wieder ſchwanger gieng, ſtießni 15 aus Bosheit auf den Leib, daß ſie daran ſterben mußte. Ihr Leichnam wurde1 verbrannt, ſondern nach egyptiſcher Art einbalſamirt; bey welcher Gelegenheit ihrippig nach dem Tode öffentlich die größten Lobserhebungen beylegte. Sie war auſſerſte und wolluͤſtig. Um eine ſanfte Haut zu haben, badete ſie ſich taglich in Milch,golden fünfhundert Eſelinnen geſammelt wurde. Ihre liebſten Pferde befahl ſie mitlen Hufeiſen zu beſchlagen. Einige Catholicken behaupten faͤlſchlich, der Apoſteluns habe ſie zum chriſtlichen Glauben bekehrt. Der Kopf iſt von einer griechischen3 entlehnt, worauf die Worte zu leſen: IIR Teſgο, welches ſo vielveißt als Poppaͤa Auguſta, auf der andern Seite ſteht Nero gleichfalls mit griechiſcherucchrift. Wie verhaßt ſie bey den Römern geweſen ſeyn müͤſſe, laͤßt ſich unter an-Un auch daraus ſchluͤſſen, weil man bisher noch keine einzige Muͤnze mit lateiniſcherbmnſcrift gefunden hat. Tacitus berichtet uns, daß das Volk ihre Statuen umgeriſſen,ngegen der Octavia ihre wieder aufgerichtet, und mit Blumenkraͤnzen geziert habe.

Pläks.

che Dieſes beruͤhmten und jedermann bekannten Weltweiſen Büͤdniß iſt uns auf man⸗ ale.rley alten Denkmalen erhalten worden. Er wird auf verſchiedene Art vorgeſtellt.gegenwaͤrtige hat rund um den Kopf gekruͤmmte Haare, manchmal hat er glattesar auf Fechter Art, auf noch andern Bildniſſen ſind die Haare mit einem langener nude, das bis auf die Achſeln herabhängt, gebunden. Diogenes Laertius meldet uns,habe ſſch ſehr im Ringen geübt, und ſey ſeiner breiten Bruſt halben Plato genennteden, da er vorher Ariſtocles geheiſſen, wie aus ſeiner Grabſchrift erhellet:

Ul. Sauptth. VI. Band.(L luſti-