Band 
Sechster Band.
Seite
82
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Auſſer daß

82 Rap. 18. Abbildungen verſchiedener Regenten, Weltweiſen, Dichter,

luſtitia cunctis praeſtans, vitaque modeſtaHoc ſitus in tumulo Divus AriſtoclesSi quenquam ad magnos ſapientia vexit honoresHunc citra invidiam vexit et ipſa virum. N

es uberhaupt der Gebrauch bey den griechiſchen Kuͤnſtlern war, alle ihre Fi-

guren unbekleidet vorzuſtellen, ſcheint es daß der Steinſchneider bey dieſer Gemme nochdie beſondere Abſicht gehabt habe, die Breite der Bruſt des Plato anzudeuten. An-

dere behaupten,

Plato habe dieſen Zunahmen wegen ſeiner flieſſenden Beredſamkeit,

und noch andere wegen ſeiner breiten Stirne erhalten. Wenigſtens war man ſchon zu

den Zeiten

des Suidas daruͤber uneinig; denn er ſehreibt ausdruͤcklich: Anfangs hieß er

Ariſtocles, wurde aber nachgehends wegen ſeiner breiten Bruſt, oder wie andre ſagen,wegen ſeiner weitlaͤuftigen Beredſamkeit Plato genannt. Man kann alſo aus den ver-ſchiedenen Denkmalen des Alterthums und aus den alten Schriftſtellern ohngefehrſchlieſſen, wie Plato muß ausgeſehen haben. Vermuthlich ſtimmte die Statue, wel-

che ihm zu

ginem Platonis dicavit:

Platter.6.

Athen mit der Unterſchrift Mithridates Bodobati filius, Perſes Muſis ima-Silanionis opus errichtet wurde, damit uͤberein.

Tmolus.

Des Tmolus Kopf iſt mit Weintrauben umwunden, und von einer Medaille ab-gezeichnet, darauf e ſteht. Auf dem Reverſe zeigt ſich eine ſitzende Figur, ſobis auf die Huͤften entbloͤſſet, untenher aber bis auf die

iſt. Sie hat in der Rechten ein Geſchirr, woraus ſie etwas zu gieſſen ſcheint. Umherlieſet man die beynahe verlohrnen Buchſtaben CAPAIAN CZ.- woraus zu ſchlieſſen,daß die Sarder dieſe Muͤnze zum Andenken ihres Helden praͤgen laſſen. Tmolus war

ein Sohn des Gottes Mars und der Theogone,

von dem ein beruͤhmter Berg im Al-

terthume den Nahmen erhalten. Er ſoll die vortreflichſten Weine hervorgebracht haben,daher Ovid ſagt:

Cumque choro meliore ſui vineta TimoliPactolonque petit.—

Vlinius ſchreibt dem auf dieſem Berge gewachſenen Wein die Eigenschaft zu, daß er,wenn man ihn mit ſuͤſen Wein vermiſcht, ſtark geworden. Aus dieſen Urſachen wirdTmolus mit Weinreben, und auf der andern Seite eine Perſon, die mit einem Geſchirr

gieſſet, abgebildet.

Auf dem Berge ſelbſt hatten die Sarder Sitze von Marmor an-

gelegt, von da man die ſchöͤnſte Ausſicht uͤber die umliegende Thaler und Staͤdte hatte.Wenn den Worten des Plinius zu trauen, ſo war die Luft auf dem Berge ſo geſund,daß die Bewohner deſſelben oft hundert und funfzig Jahre alt wurden.

Plattes.

. ten, deren ReversSchnur umwunden, schulter!daran. Der Putz der Haare iſt kuͤnſtlich, und von beſondrer Art, daher einige aufdie Gedanken gekommen,Haarſchuck aufgebracht.krauſen, und den Bart gleichfalls,

beruͤhrten,

Iuba.Eine ſilberne Muͤnze.

Der Kopf dieſes Königs der Mauritanier hat ſich auf einer ſilbernen Muͤnze erhal-

einen Tempel mit Saͤulen vorſtellet. Das Haar iſt mit eineruͤber die Schulter haͤngt ein Mantel herab, und der Zepter ruhet

dieſe barbariſchen Voͤlker haͤtten zuerſt ſolchen gekuͤnſteltenStrabo ſagt von ihnen: Sie beflieſſen ſich das Haar zierlich zudaher kam es, daß ſie ſich ſelten im Spatzierengehen

damit der Haarſchmuck nicht in Unordnung gerieth. Dieſer Juba mengte

ſich in die buͤrgerlichen Unruhen zwiſchen dem Caͤſar und Pompejus, und ſtund dem letztern

anfangs mit ſehr gluͤcklichem Erfolg bey. Unter andern warf er einen General des Caͤ-

ſar

Fuͤſſe mit Leinwand bekleidet

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