und anderer merkwuͤrdigen Perſonen aus dem Alterthume, ꝛc. 91
0 zu Feld ſchickten. Der archiviſche General Nicoſtratus zeigte ſich allemal ſeinensoldaten unter dieſer Geſtalt im Felde. Strabo gedenkt der Sibier, eines ganzenzolks, daß vom Hercules abſtammte, und nach ſeinem Beyſpiele ſich in Lowenhaͤukte
huͤlte. So folgten auch dreyhundert Juͤnglinge in ſolchen Haͤuten dem Koͤnige Adraſtnach Theben.
aa Man koͤnnte gegenwartigen Kopf, der von einem antiken Glaſe abgezeichnet iſt,9 05 einen Kaiſer Commodus halten, weil er den Hercules in ſeiner Tracht nach-ac e und ſich auch in der Geſtalt dieſes Gottes auf Muͤnzen praͤgen ließ. Es iſt aber5 t unwahrſcheinlich„daß hier die Omphale, des Hercules Gemahlin mit ſeiner Loͤ-
enhaut vorgeſtellt wird; denn man trift in des Prinzen Juſtinians Sammlung zu
om eine dergleichen Omphale an, welche dieſer ungemein aͤhnlich iſt.
Amyntas.
Eine Muͤnze von Bronze.
Dieſer Amyntas war einer der Vorfahren Alexanders des Groſſen, und wird auf glattenwaͤrtiger Muͤnze ohne Zweifel deswegen mit einer Loͤwenhaut abgebildet, weil die⸗ 4.„Geſchlecht von dem Hercules abzuſtammen vorgab. Wir finden aus eben dem
runde auf den Muͤnzen Alexanders neben den Streitkolben auch einen Lowen.
gege
Aventinus.Ein Karniol.
1 Der Kopf des hier vorgeſtellten Juͤnglings iſt von einem geſchnittenen Stein ent⸗ Plate.hnet. Aus ſeiner Mine glauben die Kenner und Gelehrten nicht unwahrſcheinlich zu s.ſchueſſen, daß darunter Aventinus der Sohn des Hercules abgebildet werde, von wel-chem Virgil ſchreibt:
Ipſe pedes tegmen torquens immane Leonis,
Terribili impexum ſeta, cum dentibus albis
Inductus capiti, ſic regia tecta ſubibat
Horridus Herculeoque humeros innexus amictu.
Cecrops.Ein Karniol.
men Gegenwärtige ſonderbare Vorſtellung iſt von einem geſchnittenen Steine genom⸗ platte.N 25 und wird nicht ohne Grund fuͤr den Cecrops und ſeine Gemalin Aglaura gehalten.abt abel erzehlt, er habe eine männliche, weibliche und Drachengeſtalt zuſammen ge-
a8 0 Demoſthenes giebt uns die Erklaͤrung davon, indem er ſagt, man habe ihn ſei-80 Been Verſtandes wegen, mit einem Menſchen, und der Stärke halben, mit ei-engeffcocben verglichen. Die beyden Geſichter zielen auf den Eheſtand, welchen er
en uührt; der roͤmiſche Geſchichtſchreiber Juſtinus meldet uns dies ausdrücklich: Vor
Zeiten Deucalions dies ſind ſeine Worte, hat Athen den Cecrops zum Koͤnige ge-
8 den man in der Fabel vor altersher eine doppelte Geſtalt gegeben, weil er zu-kan mean und Frau ehelich miteinander verbunden. Eben dieſes bekraͤftigt auch My-8 us. Vor den Zeiten des Cecrops liefen die Leute ohne Schaam und Geſetze zuſam-
en. Athenaͤus berichtet uns dieſes: Atheneis primus Cecrops vnam eſſe vnius edi-
lanxit, cum antea licenter ac inverecunde cum viris foeminae congrederentur,et nuptiae communes eſſent.
(M) 2 Seleu-