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Sechster Band.
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92
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92 Kap. 18. Abbildunge

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n verſchiedener Regenten, Weltweiſen, Dichter,

Seleucus Nicator.Eine antike Muͤnze.

Wir ſehen dieſen Kopf auf einer ſchoͤnen griechiſchen Muͤnze mit der Umſchrift:Bosc A Ee SED, EriOc¹Diε Nic Er war einer von den HeerfuͤhrernAlexanders des Groſſen, und nahm ſich nach deſſen Tode bey der Zrrruͤttung des Rei-ches, des Lands Syrien an, wo er der erſte Koͤnig wurde. Man erzehlt von ihm diegroßmuͤthige Handlung, daß er ſeinem Sohn Antiochus, der ſich in ſeine StiefmutterStratonice heftig verliebt hatte, und daruber in eine toͤdtliche Krankheit verfallen war,dieſelbe abgetreten, und alſo ſeine Gemahlin dem Sohn uͤberlaſſen habe; worauf der-ſelbe wieder vollig geſund worden.

Lucius.

Ein Karniol.Dieſes Bildniß mit dem griechiſchen Nahmen Acoure, iſt aus einem Karniolgenommen. Man bemerkt ein Eſelsohr daran, woraus viele ſchlieſſen wollen, es ſey

der Weltweiſe Lucius Apulejus, der ſo viel von der Verwandlung des Eſels geſchrieben.

Ptolomaeus.Eine Muͤnze von Bronze.

Man findet verſchiedene Muͤnzen auf dieſen Ptolomaͤus, die ihm in verſchiedenenAlter vorſtellen; beym Urſinus kommt eine vor, welche mit der gegenwartigen vielaͤhnliches hat. Auf dem Rande ſteht Bci IT T ποε Er warder erſte von den Ptolomaͤern, der den Zunahmen Soter erhielt, wiewohl der juͤdiſcheGeſchichtſchreiber Joſephus ſagt, er ſey deſſelben ſehr unwuͤrdig geweſen, weil er dasjüdiſche Volk auf alle moͤgliche Art gedruͤckt und geplagt habe. Auf dem Reverſe unſe-rer vorgeſtellten Muͤnze iſt nicht die Iſis, ſondern ſeine Gemahlin Berenice zu ſehen.

Berenice.Eine Muͤnze von Bronze.

Die Gemahlin des ebengedachten Ptolomäus. Sie ſtund bey ihm in ſolchen An-ſehen, daß ſie ſich groſſe Freyheiten heraus nehmen durfte. Als Ptolomaͤus einmal inWuͤrfeln ſpielte, und ſich zu gleicher Zeit das Urtheil verſchiedener zum Tode verurtheilten vorleſen ließ, nahm Berenice dem der da las das Buch aus der Hand, undſagte, es laſſe ſich nicht zugleich in Wuͤrfeln ſpielen, und uͤber das menſchliche Le-ben urtheilen. Der König in Epirus, mit Nahmen Pyrrhus⸗ ſchaͤtzte die Bereniceungemein hoch, weswegen ſie ihm auch ihre mit dem erſten Gemal Philippus erzeugteTochter Antigone zur Ehe gab. i

Euclides.Eine Muͤnze von Bronze.Es gereicht der Stadt Megara im attiſchen Gebiete zu keinem geringen Ruhm/daß ſie dieſen groſſen Weltweiſen unter ihre Mithuͤrger zehlt. Wir finden vieleNachrichten von ihm beym Diogenes Laertius und Suidas. Er iſt der Urheber einerbeſondern philoſophiſchen Secte, welche man anfangs die Magarenſiſche, und nachge-hends die Dialecticker nannte. Plato war ein fleißiger Zuhoͤrer derſelben. Viele ſchlieſ-ſen daher, daß das Bildniß auf vorgelegter Muͤnze mit dem Worte Megareon, den

beruͤhmten Euclides vorſtelle, und daß die Einwohner dieſer Stadt ihm ſolche zu Ehrenpraͤge

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