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und anderer merkwuͤrdigen Perſonen aus dem Alterthume, ꝛc. 101
1 die Natur ihm duſſerlich verſagte, ſchenkte ſie ihm deſto reichlicher an Ge-brach gaben. Er beſaß einen auſſerordentlich feinen Verſtand, den Plato in demGGe-15 lerla dorgias an ihm ruͤhmt: dies beweiſen auch die lehrreichen Fabeln, welche ermos 1155 Er ward verſchiedenemal als Knecht verkauft; und kam hernach nach Sa-nig E o er den Einwohnern wichtige Dienſte zu leiſten Gelegenheit hatte. Der Koͤ-roeſus, dem er auch ſeine Fabeln zugeſchrieben, erließ ihm dafür die Abgaben.Deu unternahm eine Reiſe durch die Provinzen von Griechenland. Wie er ſich zuwa aufhielt, zog er ſich ſeiner Klugheit wegen den Haß der Einwohner zu. Sie
m d auf ſeinen Untergang bedacht, und ſteckten deswegen eine guͤldne Schaale aus
gen be empel des Apoll bey ſeiner Abreiſe heimlich ins Felleiſen. Er wurde darauf we-
Die en Diebſtahls angeklagt, verurtheilt, und uͤber einen Felſen hinab geſtürzt.
3 abeln welche heutiges Tages unter ſeinem Nahmen bekannt ſind, werden nur nach
o genennet, er iſt aber nicht ſelbſt der Verfaſſer davon.Philiſtis.Muͤnze von Silber.
Wordder Kopf dieſer Königin iſt von einer ſilbernen Medaille genommen, worauf die planes.denkt 15 1 5 dogg ue; die andere Seite ſtellt einen Triumphwagen vor. Suidas ge-den. 5 icher Muͤnzen: und man hat deren verſchiedene in groß Griechenland gefun-
Spur laßt ſich aber nicht beſtimmen wo dieſe Koͤniginn regiert habe, da wir keine
en von ihr bey den alten Geſchichtſchreibern finden.
Die Sybille von Tibur.
da andre giebt dieſe Sybille als die letzte an, und nennt ſie Albunea, oder Leucothea, Patres.i re ihr den Nahmen Sarbis, Caſſandra und Taraxanda geben. Sie erhielte we-men eine Kunst zu weiſſagen, von den alten Einwohnern um den Fluß Anio den Nah-Ehren ier Gdttin. Nach dem Tode errichtete man ihr einen Tempel, und ſtiftete ihr zu1oll gewiſſe Opfer. Inſonderheit hat ſie die Orackelſpruͤche zu Tibur, dem heutigenben, 3 ſich gegeben. Sie ſoll uͤber dieſes dem Volke trefliche Lehren mitgetheilt ha-ſchaft 0 ſie ein göttliches Weſen verehren, die Gerechtigkeit handhaben, die Freund-Billigkeit ſebrüchlich halten, und nichts vornehmen muͤſten, was wider die allgemeineentdeckt it lieffe. Lange nach ihrem Tode ſollen die Tiburtiner ihre Statue in dem Anio
ebracht herausgezogen, und mit groſſem Gepraͤnge nebſt ihren Schriften nach Rom
Wich ht haben, wo ſie in dem Tempel des Jupiters auf dem Kapitol errichtet, und die
er ſorgfaͤltig aufgehoben wurden.
julia Sabina.
8 Hair chen in dieſer Perſon eine Tochter der Marciana, Kaiſer Trajans Schweſter, puatkels.ihrem Schuns Gemalin. Letzterer hatte Urſache gehabt ſie zu verſtoſſen, weil ſie mitguügte 1 8 Suetonius Tranquillus in unanſtaͤndiger Vertraulichkeit lebte. Er be-deasweifh aber damit ſie ſehr ſtrenge und ſklaviſch zu halten, weswegen ſie ſich ausSie agt ung das Leben nahm. Andre wollen, Hadrian habe ihr Gift bepbringen laſſen.konnen k oͤffentlich, ſie habe das wilde und grauſame Gemuͤth des Hadrians nicht leidenenen/ und ſich daher in Acht genommen, nicht von ihm ſchwanger zu werden, damit
möge zum Schaden des menſchlichen Geſchlechts einen ihm ahnlichen Sohn gebären
oͤgt
Die aͤltere Antonia.
a Eine Muͤnze. N
tus b war des M. Antonius und der Octavia Tochter, und heyrathete den L. Do⸗ qualeero Aenobarbus„ mit dem ſie den Cnejus Domitius, den Vater des Wuͤterichs“
zeugte. Sie iſt nach einer Medaille gezeichnet. 85
(N) 3 Agrip-