und noch ſieben andern Malern. 33
welche aus Liebe zu ihrem Bruder geſtorben: einen Bacchus mit der Ariadne: eineSchauſpielerin mit einem jungen Menſchen. Die beyden letzten Stuͤcke hiengen nochzu den Zeiten des Plinius im Tempel der Ceres und des Apollo, ſie wurden aber ausUnvorſichtigkeit eines ſchlechten Malers„den der Stadtrichter Marcus Junius ſolchezum Apollofeſt zu reinigen anbefohlen gaͤnzlich verwiſcht, und zu Grunde gerichtet.welches zum Beweiſe dienen kann„daß man damals noch nichts von Oelfarben ge-wußt. Auf dem Capitol zu Rom hieng ein Mann, der einen Knaben auf der Cytherſpielen lehrte, von der Hand des Ariſtides im Tempel der Treue. Die Arbeiten dieſesKüuͤnſtlers wurden in ſolchem Werthe gehalten, daß der Koͤnig Attalus fuͤr ein Gemaͤl-e von ihm 100. Talente gab. Als Lucius Mummius mit dem Zunahmen Achaicusnach der Eroberung von Achaja, die Beute oͤffentlich zum Verkauf ausbieten ließ,ſoll eben dieſer Attalus fur ein Bild des Bachus von ihm 6000. Seſterzen gebotenhaben. Mummius verſprach es ihm zwar, ſchloß aber aus dem hohen Gebot, esmuͤſſe eine beſondre Bewandniß damit haben, und lieferte es nicht aus, ſondern ließes der Ceres zu Ehren in ihrem Tempel zu Rom aufhaͤngen. Nach des Kuͤnſtlers To-e fand man ein Bild mit einem Regenbogen, welches ſehr hoch geſchaͤtzet ward.Seine Schuler hieſſen Niceros und Ariſtippus, von dem ein Satyr bekannt iſt, in-gleichen Anthorides und Euphranor, von denen im folgenden Kapitel vorkommen wird.
22. Pamphilus.
Pamphilus war aus der Stadt Amphipolis in Thracien, an der MacedoniſchenGränze gebuͤrtig, und begab ſich nach Sicyon, um bey dem Eupomp die Malerey zu5 Er machte ſich zuerſt durch ein Gemälde bekannt, darauf er eine ganze5 lebende Familie ungemein natuͤrlich vorſtellte: nachgehends malte er den Sieg
5 Athenienſer bey Philus und Argos; den Ulyſſes, wie er nach der Beſchreibung Ho-mers auf dem Meere zu Schiffe herumirrt. Er legte ſich ſehr auf die Rechen- undFeldmeßkunſt, und behauptete daß keiner es in den Kuͤnſten, wenn er dieſe Wiſſenſchaf-ten nicht erlerne, weit bringen koͤnne. Er nahm keinen Schuͤler als auf zehn Jahrund fuͤr ein Talent, oder nach andrer Meinung, fuͤr zehn Talente, nemlich alle Jahreines, in die Lehre. Das mußten ihm Apelles und Melanthius bezahlen.
„ Pamphilus ſtand in ſolchem Anſehen, daß auf ſein Anrathen, alle Sohne vorneh-Ger Leute in Griechenland das Zeichnen auf buchsbaumenen Tafeln lernen mußten.
0 0 6 b 0 5 8 3 ue, 5Ja er brachte die Malerey dergeſfalt in Aufnahme, daß ſie unter die freien Kuͤnſte ge-zehlt wurde, un i
Freygeborne zus doch mit der Bedingung, daß keine Knechte ſolche erlernen durf—-en, als die di N
Plinius irch eine beſondre Verordnung davon fuͤr beſtaͤndig ausgeſchloſſen wurden.der e ausdruͤcklich, man finde weder Malereyen noch erhobne Arbeiten, die vonMela eines Leibeignen gemacht worden. Unten wird noch etwas im Leben desein 8 von dem Pamphilus vorkommen. Wir finden noch einen Pamphilus, der8 8 und Lehrer des Praxiteles war, ſo wie es auch zwey Bildhauer Praxite-
gegeben, deren einer in der hundert und vierten Olympiade, der andre zu Pom-pelus des Groſſen Zeiten gelebet.
23. Echion.Echion war ni
der. M nicht nur Maler, ſondern auch Bildhauer, Gieſſer und Steinſchnei-Gemeiniaſe weit nicht eigentlich woher er gebürtig geweſen, und wann er gelebet.8 1 hält man ihn für einen Griechen, der in der hundert und ſiebenden ecd dem Jeugniſſe des Plimus, im Ruff ſtand. Er wird fuͤr einen Zeitgenoſ-
III. Sauptth. VII. Band. Wm. ſen
d nur Adeliche ſie erlernen durften. Nachgehends ließ man auch andre
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