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und noch ſieben der aͤlteſten niederlaͤndiſchen Maler. 115

Im Jahr 1835. lebte zu Antwerpen Hans von der Elburcht, insgemein de-

gene Hans genannt; welcher in der daſigen Frauenkirche den Fiſchzug Petri, und

jeſen Apoſtel, wie er Chriſtum bey einem Sturm auf der See ruft, mit vielem Bey-verfertiget.

Chri Johann Cranſee machte in gedachter Kirche zu Antwerpen eine Fuͤßwaſchunghriſti auf Leinwand.

Lamprecht von Ort aus Amersfort, war ein guter Maler und Baumeiſter,der in die Zunft der Maler zu Antwerpen 1547. aufgenommen wurde.Peter Bom, ein guter Landſchaftmaler, trat 1560. in die Zunft. Von dieſemund andern mittelmaͤßigen Malern haben ſich keine Lebensumſtaͤnde gefunden, und esverlohnt ſich auch nicht der Muͤhe, mehr von ihnen zu wiſſen, da in den nachfolgen-en Zeiten Kuͤnſtler aufgeſtanden, welche die Kunſt zu einem weit hoͤhern Grade derVolſkommenheit gebracht haben. Es iſt hinreichend, wenn man die Nahmen eini-loc, Meister kennt, welche nach Hubert und Johann van Eyck gleichſam in Chrono-zoiſcher Ordnung die Kunſt bis auf den Zeitpunkt fortgepfanzt haben, da ſie aufeinmal ein ganz anderes Anſehen gewann.

4. Albert van Ouvvater.

1 Albert van Ouwater, einer der erſten, die kurz nach van Eycks Zeiten zu Har-5 mit Oelfarben gemalt haben. Er verfertigte in der Capelle der Pilgrimme beyem hohen Altar ein Bild von den Apoſteln Petrus und Paulus, und unter denſelben05 Landschaft, die ſehr wohl ausfiel: wie denn uͤberhaupt die Kuͤnſtler von Harlem. erſten guten Landſchaftmaler geweſen ſeyn ſollen. Man ruͤhmt beydes, Zeichnungund Tolorit an ihm. Er malte auch eine Auferweckung Lazarus, daran ſich Hemskerkde ſein Sohn nicht ſatt ſehen konnten. Die Spanier nahmen es nach Eroberungr Stadt weg. Er lebte um das Jahr' 500.

5. Gerhard von St. lIohann.

dun Gerhard von St. Johann, war ein Schuͤler vom Ouwater, den er in Erfin-55 90 und Anordnung übertraf. Man nennte ihn auch Gerhard von Harlem, weilort gebohren wurde: den Beynahmen von St. Johann, erhielt er, nicht weil

malte dem Orden war, ſondern weil er in dem Kloſter dieſes Nahmens wohnte. ErThun in gedachtem Kloſter eine Kreuzigung Chriſti, fur einen Altar, und auf denhuren des Gemaͤldes eine Abnehmung vom Kreuze. Albert Duͤrer ſagte, als er diedeebeit dieſes Kuͤnſtlers ſahe: Man müſſe, um es ſo weit zu bringen, zum Maler ge-den ſeyn. Es iſt nur zu bedauern, daß er ſchon im acht und zwanzigſten Jahre die806 verlaſſen muͤſſen. Alle Kuͤnſtler hielten es fuͤr die ſchoͤnſte Arbeit aus dieſerit. Bey der Eroberung von Harlem, kam das Hauptgemaͤlde durch die Soldaten

ſubaden, aber die Thuͤren deſſelben, worinn der Meiſter die groͤſte Kunſt bewie-wurden erhalten.

6. Dieterich von Harlem.

Sie Die Stadt Harlem ſchien eine Zeitlang die Mutter aller guten Kuͤnſtler zu ſeyn.dem war auch der Geburtsort von Dirk oder Dieterich von Harlem. Er lebte mitdichs vrigen Gerhard zu einer Zeit. Albert Duͤrer iſt zwar viel neuer, aber Diete-ben.(beiten ſind eben ſo ausgearbeitet, und nach van Manders Urtheil nicht ſo tro-

In Leyden, und Löwen hat dieſer Kuͤnſtler viele Werke hinterlaſſen, in an